Samstag , 24 Juni 2017
Top20 der Goldreserven – Wird 2017 wieder aufgestockt?

Top20 der Goldreserven – Wird 2017 wieder aufgestockt?

Jüngst hat der Dow Jones Industrial-Index die runde Marke von 20.000 Punkten überschritten. Dieses Thema beherrschte tagelang die Massenmedien, auch wenn man auf dem Parkett an der Wall Street keine große Feierlaune verbreitete wie einst beim Überwinden der 10.000 Punkte-Marke. Eine Tatsache ist aber angesichts des Trubels um die Entwicklung des wichtigsten Börsenbarometers der Welt in den Hintergrund gerückt: die Verschuldung der USA. Die hat in der gleiche Woche nämlich die Marke von 20.000 Milliarden US-Dollar überschritten. Das ist etwa das zehnfache der deutschen Verschuldung. Dabei sind die USA hinsichtlich der Einwohnerzahl nur viermal so groß wie Deutschland.

Schulden steigen weiter

Solche Fakten werden gerne in dem Trubel um den neuen wichtigsten Mann der Welt vergessen. Dabei könnten Sie 2017, spätestens aber 2018 eine große Rolle an den Kapitalmärkten spielen. Denn Donald J. Trump plant ein riesiges Investitionsprogramm, um die marode US-Infrastruktur wieder auf Vordermann zu bringen. Im Wahlkampf sprach der Präsident zumeist von einem Betrag von 500 Mrd. US-Dollar, zeitweilen aber auch von 1 Billion US-Dollar. So oder so dürfte sein Vorhaben zunächst dafür sorgen, dass die US-Verschuldung weiter zunimmt. Damit aber dürften auch Devisenhändler hellhörig werden. Denn bisher konnte der Greenback vor allem aufgrund der Aussicht auf steigende Zinsen gegenüber dem Euro, aber auch gegenüber Währungen aus den Schwellenländern zulegen. Mit einer steigenden Verschuldung gäbe es eine Triebkraft, die der Dollarstärke entgegenstünde. Setzt die Federal Reserve wie erwartet auf steigende Zinsen, nimmt übrigens bei einer höheren Verschuldung auch die Zinslast der USA zu. Freilich: noch ist das kein Thema in den Handelssälen. Doch so etwas kann schneller kommen, als man erwartet. Trump dürfte gegen einen schwächeren Dollar übrigens nichts einzuwenden haben, wie er auch schon einmal per Twitter kundtat. Denn mit einem schwachen Dollar steigt die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Industrie, Importprodukte werden wiederum teurer. Letztere stehen derzeit im Fadenkreuz der US-Regierung.

Gold als Profiteur

Mit einer steigenden Verschuldung der USA und einem dann womöglich nicht mehr so starken US-Dollar dürfte auch der Goldpreis noch stärker in den Fokus rücken. Schon jetzt wird er verstärkt gegen die Unwägbarkeiten einer Trumpschen Außen- 01-2017-Goldreservenund Wirtschaftspolitik vermehrt als sicherer Hafen genutzt. Die ersten institutionellen Investoren haben angefangen, ihre Positionen in dem Edelmetall zu erhöhen. Von einem steigenden Goldpreis wiederum werden die USA selbst auch profitieren. Denn auch nach aktuellsten Zahlen horten sie den größten Goldschatz der Erde, wie die Zahlen des World Gold Councils zeigen. Demnach schlummern derzeit 8.133,5 Tonnen Gold in den Kellern des US-Finanzministeriums. Damit halten die USA die mit Abstand größten Goldreserven der Welt. Es folgen Deutschland mit 3.377,9 Tonnen sowie der internationale Währungsfonds IMF mit 2.814 Tonnen. Der Bestand an Gold hat sich übrigens in den Top 20-Staaten bzw. Institutionen gegenüber dem Vorjahr kaum verändert – mit zwei Ausnahmen. Russland hat seine Goldbestände 2016 um rund 200 Tonnen hochgefahren. Zudem hat die Volksrepublik China ihre Goldreserven erhöht. In den vergangenen Monaten hielten sich die Notenbanken beider Staaten allerdings zurück und kauften nur kleine Mengen hinzu. Bemerkenswert ist immer noch der niedrige Wert des chinesischen Goldes an den gesamten Reserven des Landes. Er beträgt unverändert 2,2%. Allein eine Verdopplung würde den Zukauf der halben Weltgoldproduktion eines Jahres bedeuten. Angesichts des niedrigen Goldpreis und der steigenden Sorgen um den Welthandel könnten wir in den nächsten Monaten wieder steigende Goldkäufe der Notenbanken sehen.

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Quelle/Tabelle: World Gold Council / TK News Services UG (haftungsbeschränkt)
Bild: Goldcorp

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