Freitag , 18 August 2017
Almonty und Co: Die größten Wolframproduzenten der Welt!

Almonty und Co: Die größten Wolframproduzenten der Welt!

Wolfram ist eines jener Elemente, die an der Börse wenig Beachtung finden. Im Gegensatz zu Kupfer, Gold oder Zink gibt es keinen liquiden Börsenhandel, die Preise werden zumeist zwischen Produzenten und Nachfragern direkt ausgehandelt. Die Preisentwicklung verlief in den vergangenen Jahren recht stabil. Ferrowolfram, also Wolframstahl, wohin etwa 90% der weltweiten Produktion wandert, kostet heute etwa 26 US-Dollar je Kilogramm und damit etwa so viel wie nach der Finanzkrise 2008. Es enthält zwischen 60% und 80% Wolfram und wird vorwiegend als Legierungsbestandteil bei Werkzeugstählen eingesetzt. Nur zwischen den Jahren 2010 und 2012 gab es einen regelrechten Boom. In der Spitze mussten mehr als 55 US-Dollar je Kilogramm auf den Tisch gelegt werden. Seither aber ging es bei den Wolfram-Preisen stetig bergab.

China dominiert den Markt

Im vergangenen Jahr wurden 86.400 Tonnen Wolfram weltweit gefördert, wie die Daten des US Geolgical Survey zeigen. Das ist ein Rückgang von 3,36% gegenüber dem Vorjahr. Die niedrigere Produktion resultiert vor allem aus den geringen Fördermengen in China und Kanada. Die Volksrepublik steht mit 71.000 Tonnen für etwa 82% der globalen Förderung. Dort sank der Minenausstoß um rund 2,75%. Ende 2015 hatten die acht größten Betreiber des Landes auf Initiative der Politik erklärt, dass sie ihre Wolfram-Produktion aufgrund der niedrigeren Weltmarktpreise reduzieren wollen. Die Folge: Es kamen 2.000 Tonnen weniger Wolfram auf dem Weltmarkt.

Top Wolframproduzenten 2016

Trotz sinkender Mengen lassen höhere Preise auf sich warten

Institutionen wie das US Geological Survey gehen auch deshalb wieder von steigenden Preise aus. Denn die Nachfrage nach Wolfram ist weitgehend stabil, oft ist es als Legierungsbestandteil notwendig. Doch bisher ist davon am Markt nichts zu sehen. Die Notierungen für Wolfram haben sich 2017 kaum bewegt. Hinter China ist Vietnam in den vergangenen Jahren zum zweitgrößten Produzenten aufgestiegen. Die Südostasiaten konnten ihre Förderung 2016 merklich um 7% auf 6.000 Tonnen steigern. Einen Einfluss auf den Weltmarkt haben zudem die Produzenten Russland und Bolivien, die zusammen für immerhin 4,6% der Weltproduktion stehen. Der Rest verteilt sich auf etliche andere Länder. In Großbritannien und Simbabwe wurden 2015 neue Minen eröffnet, zudem gibt es einen neuen Hersteller von Wolfram-Konzentraten in Spanien. Kanada spürte dagegen die niedrigen Preise und musste aus wirtschaftlichen Gründen die einzige Mine des Landes stilllegen. Sie kann aber binnen weniger Monate die Produktion wieder aufnehmen, falls sich die Preise nachhaltig erholen sollten. Danach sieht es momentan allerdings nicht aus.

Lesetipp: Wer sich näher mit Wolfram beschäftigen will und gleichzeitig an der Lebensgeschichte des britischen Neurologen und Schriftstellers Oliver Sacks interessiert ist, sollte sich dessen autobiographisches Werk „Onkel Wolfram: Erinnerungen“ zu Gemüte führen!  Sie können sich kostenlos und unverbindlich für das Investor Magazin anmelden. Dann senden wir Ihnen unsere Analysen und Aktienbesprechungen jede Woche bequem in Ihr E-Mail-Postfach.

Bildquelle: Almonty Industries

Disclaimer / Risikohinweis: Die hier getätigten Analysen stellen grundsätzlich keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten da. Konsultieren Sie vor etwaigen Anlageentscheidungen bitte in Deutschland oder anderen Ländern gesetzlich zugelassene Berater bei Banken und Finanzdienstleistern. Die TK News Services UG (haftungsbeschränkt) als Herausgeber des Investor Magazins weist darauf hin, dass der Erwerb von Wert- und Schuldpapieren jeglicher Art hohe Risiken birgt, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der TK News Services UG und ihre Autoren veröffentlichten Informationen auf dieser Webseite beruhen auf sorgfältiger Recherche mit Quellen, die zum Zeitpunkt der Erstellung für zuverlässig und vertrauenswürdig gehalten werden. Obwohl die in den Analysen und Markteinschätzungen enthaltenen Wertungen und Aussagen mit der angemessenen Sorgfalt erstellt wurden, übernehmen wir keinerlei Verantwortung oder Haftung für Richtigkeit, Fehler, Genauigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit der dargestellten Sachverhalte, Versäumnisse oder falsche Angaben. Dies gilt ebenso für alle von unseren Gesprächspartnern in Gesprächen und Interviews geäußerten Darstellungen, Zahlen, Planungen und Beurteilungen sowie alle weiteren Aussagen bezüglich Wert- und Schuldpapieren jeglicher Art. Die Hintergrundinformationen, Markteinschätzungen und Wertpapieranalysen, die das Investor Magazin auf seiner Webseite, per Mail und/oder im Börsenbrief veröffentlicht und teilweise über soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook verbreitet, stellen weder ein Kauf- oder Verkaufsangebot für die behandelten Wertpapiere noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren im Allgemeinen dar. Die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der Ausführungen bzw. der Aktienbesprechungen für die eigene Anlageentscheidung möglicherweise resultieren können, wird kategorisch ausgeschlossen. Wir geben zu bedenken, dass Aktien grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Jedes Geschäft mit Optionsscheinen, Hebelzertifikaten oder sonstigen Finanzprodukten ist sogar mit äußerst großen Risiken behaftet und kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals oder darüber hinausgehende Verluste führen. Aufgrund von politischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Veränderungen kann es zu erheblichen Kursverlusten, im schlimmsten Fall zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der TK News Services UG (haftungsbeschränkt) und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers. Grundsätzlicher Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte gemäß Paragraph 34 WpHG i.V.m. FinAnV und gemäß § 48f Abs. 5 BörseG (Österreich): Die TK News Services UG (haftungsbeschränkt) oder Mitarbeiter, Berater und freie Redakteure des Unternehmens können jederzeit Long- oder Shortpositionen an allen auf der Webseite oder im Börsenbrief vorgestellten Unternehmen halten, eingehen oder auflösen. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Wertpapiertransaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Etwaige Interessenkonflikte werden in der jeweiligen Ausgabe des Investor Magazins oder unter entsprechenden Artikeln auf der Webseite des Unternehmens oder in entsprechenden E-Mails genannt. Urheber- und Leistungsschutzrechte: Die auf der Investor Magazin-Webseite und des Investor Magazin-Börsenbrief und auf anderen Medien (z.B. E-Mail, Twitter, Facebook) veröffentlichten Inhalte unterliegen dem deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht. Jede vom deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht nicht zugelassene Verwertung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters oder jeweiligen Rechteinhabers. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Bearbeitung, Übersetzung, Einspeicherung, Verarbeitung bzw. Wiedergabe von Inhalten in Datenbanken oder anderen elektronischen Medien und Systemen. Inhalte und Rechte Dritter sind dabei als solche gekennzeichnet. Die unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe einzelner Inhalte oder kompletter Seiten ist nicht gestattet und strafbar. Lediglich die Herstellung von Kopien und Downloads für den persönlichen, privaten und nicht kommerziellen Gebrauch ist erlaubt. Links zur Website des Anbieters sind jederzeit willkommen und bedürfen keiner Zustimmung durch den Anbieter der Website. Die Darstellung dieser Website in fremden Frames ist nur mit schriftlicher Erlaubnis zulässig. Sollten Sie etwaige Verstöße bemerken, bitten wir Sie uns darauf hinzuweisen. Beachten Sie bitte: Der Inhalt unserer Artikel, Mails oder anderweitiger Veröffentlichungen im Börsenbrief oder sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook ist ausschließlich für den oder die bezeichneten Adressaten bestimmt. Wenn Sie nicht der Adressat dieser Artikel, Mails oder anderweitiger Veröffentlichungen im Börsenbrief oder sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook oder dessen gesetzlicher Vertreter sein sollten, beachten Sie bitte, dass jede Form der Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts dieser Artikel, Mails oder anderweitiger Veröffentlichungen im Börsenbrief oder sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook unzulässig ist. Verfälschungen des ursprünglichen Inhalts dieser Nachricht bei der Datenübertragung können grundsätzlich  nicht ausgeschlossen werden.

Nach oben scrollen