Dienstag , 20 November 2018
Sonderreport: Mines & Money Americas – Das unzensierte Gesicht des Rohstoffmarktes; Kobalt steht in den Startlöchern

Sonderreport: Mines & Money Americas – Das unzensierte Gesicht des Rohstoffmarktes; Kobalt steht in den Startlöchern

Aus Ausgabe 182 vom 29.09.2016

Wir sind derzeit noch in Toronto, Kanada. In den letzten Tagen hatten wir hier in am Lake Ontario die erste Mines & Money Konferenz in Nordamerika besucht. Die Veranstaltung hatte ihre Anfänge in London und hat mittlerweile auch Ableger in Hong Kong und Sydney. Die Konferenz in Toronto war nun der Versuch auch im nordamerikanischen Markt Fuß zu fassen. Laut Aussagen der Veranstalter hatten über 750 Delegierte den Weg in das luxuriöse Ritz Carlton über die beiden Hauptveranstaltungstage gefunden.

Tag 1: Advanced Battery & Technology Metals

Im Vorfeld der Hauptkonferenz fand bereits am Montag eine ganztätige Sonderveranstaltung zum Thema „Hightech-Metalle“ statt. Die Agenda war gespickt mit interessanten Experten. So diskutierten in Panel-Diskussionen Firmengründer, Private Equity Investoren und Fondmanager über die Zukunft des Marktes und worauf man seinen jeweiligen Schwerpunkt bei seinen Investments lege. Interessant war zu erfahren, dass einer der wenigen Lithiumfonds, der aus der Schweiz gemanagte „Structured Solutions Lithium Index Strategie Fonds“, seinen Fokus nun auch auf andere Hightechmetalle, wie Kobalt, Graphit oder auch Mangan ausweiten wird. Anthony Milewski, Vice President beim Schweizer Private Equity Haus Pala Investments, gab unter anderem Preis, dass man den Einstieg bei Lithium verschlafen habe. Der Plan sei nun sich beim nächsten Metall zu positionieren: Kobalt. Doch Projekte sind hier noch extrem rar gesät. Uns sind derzeit keine 10 Firmen bekannt, die diesem Metall mit der Ordnungszahl 27 im Periodensystem, hinterher jagen. Doch wir gehen davon aus, dass sich dies in den nächsten Monaten definitiv ändern wird, zumal der Hype bei Lithium abzuebben scheint.

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Das unzensierte Gesicht des Marktes

Der Kontrast hätte nicht größer sein können. Vor 10 Tagen waren wir auf dem exklusiven Precious Metals Summit und wie der Name schon sagt, waren auf der Veranstaltung zu 95% Firmen mit Fokus auf die Erschließung von Edelmetallprojekten unterwegs. Auf der Mines & Money Konferenz in den letzten Tagen war dies anders. Da es die erste Veranstaltung dieses Formates war, war man wohl auch etwas lässiger bei der Vergabe der Konferenzstände, so waren von rund 40 Ausstellern ein 1/4 dem Lithiumsektor zu zuordnen. Darunter Australier mit Aktienkursen von 1,4 Cent (!) oder Firmen, die erst noch die erste Kapitalrunde abschließen müssen, um sich überhaupt ein Projekt sicher zu können.  Diese Firmen sind Blüten eines Hypes und Privatanlegern wird es schwer gemacht, die Spreu vom Weizen zu trennen. Dies ist einer der Gründe warum Sie hier im Investor Magazin so gut wie Nichts zu diesem Thema lesen konnten. Bei Kobalt dürfte dies womöglich einfacher sein, da derzeit die Zahl der Firmen mehr als überschaubar ist und auch aus geologischer Sicht Projekte von Qualität schlicht nicht existieren. Reine Kobaltprojekte gibt es nicht, da immer Beiprodukte wie Kupfer und Nickel mit anfallen. Wir werden uns hier in den nächsten Wochen tiefer einarbeiten und Ihnen vielleicht frühzeitig den ein oder anderen Wert vorstellen können.

 

Bilder: Redaktion
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