Samstag , 16 Dezember 2017
Aktie der Woche: Golden Queen Mining – Family-Business geht in Produktion

Aktie der Woche: Golden Queen Mining – Family-Business geht in Produktion

Es kommt nicht oft vor, dass man ein Unternehmen an der Börse findet, dass fast komplett in der Hand einer einzigen Familie ist. Insbesondere dann nicht, wenn die Gesellschaft kurz davor steht, eine größere Mine in Betrieb zu nehmen. Doch genau das ist der Fall bei Golden Queen Mining (GQM). Aber nicht nur der hohe Insideranteil spricht dafür, sich mit dem Unternehmen detailliert auseinanderzusetzen.

Kaliforniens nächste Goldmine

GQM arbeitet derzeit an dem Bau der Soledad Mountain Mine, die rund 90 Meilen nordöstlich von Los Angeles und 5 Meilen südlich von der Ortschaft Mojave gelegen ist. Das Projekt liegt in Kern County, wo etwa 75% von Kaliforniens Öl produziert wird. Unmittelbar an das Projekt grenzt außerdem einer der weltweit größten Windparks an Land. Man kann also davon ausgehen, dass die Infrastruktur kein Risiko darstellt. Zum 10. August waren die Arbeiten bereits zu 70% fortgeschritten. Bei Soledad handelt es sich um eine Übertagemine, die Gold im Haufenlaugungsverfahren produzieren wird. Golden Queen geht davon aus, bereits Ende 2015 die Mine nach und nach in Betrieb zu nehmen. Der erste Goldbarren könnte dann Anfang 2016 gegossen werden.

Wirtschaftlichkeit äußerst robust

Basierend auf einer zum 1. Februar erstellten Ressourcenkalkulation befinden sich rund 2,5 Mio. Unzen Gold (über alle Kategorien verteilt) auf dem Projekt. Hinzu kommen noch rund 42 Mio. Unzen Silber, ebenfalls über alle Kategorien verteilt. Ab dem zweiten Jahr soll die jährliche Goldproduktion bei 74.000 Unzen und die Silberproduktion bei 781.000 Unzen liegen. Basierend auf einem Goldpreis von 1.150 US-Dollar je Unze und einem Preis von 16 US-Dollar je Unze Silber liegt der Nachsteuer-IRR bei sehr soliden 24,2%. Selbst bei einem Preis von 1.050 US-Dollar je Unze Gold wäre die Mine  wirtschaftlich. Die erwarteten Produktionskosten werden mit 558 US-Dollar je Unze (einschl. Minenerhaltungskosten und abzüglich der Nebenprodukte) angegeben. Der CAPEX für den Bau der Mine liegt bei 144 Mio. US-Dollar. Etwas mehr als 15% sind allerdings als Puffer eingerechnet. Unternehmensangaben zu Folge liegt man derzeit im Rahmen des Budgets und der zeitlichen Planungen. Erst vor kurzem erhielt GQM eine Lieferung an Mining Equipment von Komatsu. Die Japaner haben sich ebenfalls mit 3,75 Mio. US-Dollar an der Finanzierung der Mine beteiligt.

2016 auslaufender Kredit stellt kein Risiko dar

GQM verfügt aktuell über 85 Mio. US-Dollar an Barreserven. Demgegenüber stehen 45 Mio. US-Dollar an Schulden. Kritische Investoren könnten bemängeln, dass 37,5 Mio. US-Dollar hiervon bereits am 8. Dezember 2016 fällig sind. Doch Kreditgeber ist die Clay Familie. Spross Thomas Clay hat jüngst auf Interimsbasis die Rolle des Vorstandschefs übernommen und ist bereits seit 2009 im Aufsichtsrat des Unternehmens aktiv. Die Clays sind GQMs größter Aktionär. Sie halten rund 30,5 Mio. der ausstehenden 99 Mio. Aktien. Eine Refinanzierung sollte daher nur eine Formalie sein. Außerdem: GQM hält nur 50% am Soledad Mountain Projekt. Im September 2014 ist man ein Joint Venture mit Gauss LLC eingegangen. Diese wiederum gehört zu 67,5% zu Leucadia National Capital (Marktbew. 7,5 Mrd. US-Dollar; in Marktkreisen „Baby Berkshire Hathaway“ genannt) und zu 32,5% zu Auvergne LLC. Auvergne wiederum ist im Besitz der Clay Familie. Gauss hat im Zuge des Joint-Ventures 110 Mio. US-Dollar für einen 50%-Anteil am Projekt investiert. Grob gerechnet hat die Clay Familie also fast 75 Mio. US-Dollar investiert. Ein Finanzierungsrisiko sehen wir somit nicht.

Neubewertung zum Jahresende

Positive Meldungen zum Baufortschritt könnten die Aktie nach und nach auf das Radar der Anleger führen.

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Bild: geotripper.blogspot.com
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