Mittwoch , 19 September 2018
Newmont steigt in Wettbieten mit ein

Newmont steigt in Wettbieten mit ein

„Zurück zu den Wurzel“, mag sich wohl Newmont Mining-CEO Gary Goldberg gedacht haben als er das Interesse seines Konzerns an einem möglich Kauf des Las Bambas Projektes in Peru auf Nachfrage der Financial Times bestätigte. Schon in den 40ern des letzten Jahrhunderts war Newmont einer der weltweit größten Kupferproduzenten. In Folge von Übernahmeschlachten in den 1980ern, u.a. mit Ölmagnat T. Boone Pickens, musste das Unternehmen Projekte verkaufen, um sich auf die reine Goldproduktion konzentrieren zu können. Dies gelang auch. Von 2002 bis 2006 war Newmont der weltweit größte Goldproduzent. Kupfer ist oft ein Beiprodukt. Bisher haben die Majors aber davor zurückgeschreckt, sich auch als Kupferproduzent zu identifizieren. Investoren hätten dies in der Vergangenheit immer mit einem Discount bestraft. Die Meinung scheint aber zu drehen. Goldberg sieht daher eine Chance, in der 5,2 Mrd. US-Dollar Übernahme des Las Bambas Kupferprojektes die Bewertung von Newmont zu verbessern. Gegenwind kommt von zwei Konkurrenten aus China. Minmetals Resources und Jiangxi Copper sollen ebenfalls bereits an den Verkäufer Glencore herangetreten sein. Die chinesischen Regulierungsbehörden waren es übrigens, die dem Zusammenschluss von Glencore mit Xstrata nur zugestimmt hatten, wenn Las Bambas verkauft wird. Um die Mine in Betrieb zu nehmen, werden insgesamt 5,9 Mrd. US-Dollar benötigt. Geplant ist eine Jahresproduktion von 400.000 Tonnen Kupfer in den ersten fünf Jahren des 20-jährigen Minenlebens. Das Newmont-Papier handelt fast auf Jahrestiefst-Niveau.

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Bild: Redaktion
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