Montag , 10 Dezember 2018
Atico Mining: Verzögerte Kupfer-Lieferung verzerrt Zahlen

Atico Mining: Verzögerte Kupfer-Lieferung verzerrt Zahlen

Bereits in Ausgabe 242 spekulierten wir, dass Atico Mining ein solides erstes Quartal aufs Parkett legen könnte. Wir sollten Recht behalten. Wie vermutet lag die Verarbeitungsmenge der Anlage bei über 800 Tonnen am Tag. So lieferte man operativ eines der besten Quartale der Unternehmensgeschichte ab. Insgesamt produzierte Atico rund 5,5 Mio. Pfund Kupfer und 2.825 Unzen Gold in den Monaten Januar bis März. Bei der Kupferproduktion konnte man auf Grund der gesteigerten Verarbeitungsmenge von 812 Tonnen am Tag abermals eine Schippe drauflegen. Im Q4 lag der Tagesdurchsatz noch bei 763 Tonnen.

Q1-Zahlen verzerrt

Bei Vorstellung der Produktionsdaten Ende April wies Atico bereits darauf hin, dass es in Q1 zu einer verzögerten Auslieferung von Konzentrat kam. Auf Grund fehlender Schiffkapazitäten konnte man lediglich eine statt gewohnt zwei Lieferungen im Quartal abwickeln. So lag zu Anfang Q2 eine überdurchschnittliche hohe Menge Kupferkonzentrat auf Halde. In der Q1-Bilanz ist der Posten „Inventar“ folgerichtig natürlich explodiert. So wies man 11,303 Tonnen an Konzentrat aus. Kalkuliert man nun mit  einem Preis von 1.300 US-Dollar je Tonne, fehlen folgerichtig rund 14,7 Mio. US-Dollar an Umsatz in den Büchern. Da Atico konservativ agiert und immer Konzentrat im eigenen Warenhaus zur Sicherheit zurückbehält, wollen wir einmal von rund 12 Mio. US-Dollar ausgehen, die an Umsatz fehlen. Auf Grund dieser Tatsache fällt es natürlich schwer, die Finanzzahlen korrekt einzuordnen. Dennoch: Atico hat geliefert. Mit All-in Produktionskosten von 1,85 US-Dollar je Pfund Kupfer blickt man auf eine gesunde Marge. Wenn alles nach Plan läuft, könnten wir in Q2 sogar drei Konzentratslieferungen sehen. Wie wir aus Vancouver hören soll der Umsatz in der ersten Jahreshälfte bei rund 30 Mio. US-Dollar landen und das interne Ziel von 60 Mio. US-Dollar auf Jahressicht ebenfalls erreicht werden. Die verzögerte Konzentratslieferung machte schlussendlich nur die Buchhalter nervös. Selbst der Markt hat nur mit einem Schulterzucken reagiert.

Katalysatoren machen die Aktie mehr als nur interessant

Unsere Meinung zu Atico sollten Sie mittlerweile im Schlaf wiederholen können: „Atico ist ein Explorer, der durch eine solide Produktion abgesichert ist.“ So weit so gut. Explorationsseitig gab es noch nicht viel zu berichten. Man treffe und sehe all die richtigen Indikatoren, dass man in der richtigen Umgebung ist, aber den Jackpot hat man noch nicht getroffen. Eingeflogene, unabhängige Experten haben Atico geraten unbedingt weiter zu bohren. Dies plant Atico auch zu tun und will nun das Bohrprogramm ausbauen. Details liegen uns jedoch noch nicht vor. Die Entdeckung eines zweiten VMS-Vorkommens würde Atico natürlich in andere Sphären heben. Dann erreichte uns heute von der anderen Seite des Atlantiks die Information, dass Atico wohl kurz davor sei ein Übernahmeangebot für eine andere Firma abzugeben. Bis jetzt ist dies ein Gerücht. Wir glauben nicht, dass man sich einen Produzenten einverleiben wird, aber womöglich ein fortgeschrittenes Explorationsprojekt, dass man kostengünstig in Produktion bringen könnte. Getreu dem Motto der Ganoza-Familie, dass die Marge entscheidend ist – siehe El Roble. Atico ist bekanntlich schon länger auf der Suche nach einem zweiten Asset. Es scheint nun konkreter zu werden. Unser konkretes Votum zu der Aktie lesen Sie in der neuesten Ausgabe des Investor Magazins! Tipp: Sie können sich kostenlos für das Investor Magazin anmelden. Dann senden wir Ihnen unsere Analysen und Aktienbesprechungen jede Woche bequem in Ihr E-Mail-Postfach. Die Anmeldung ist jederzeit kündbar. Ihre Daten werden keinesfalls an externe Dritte weitergegeben.

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Bildquelle: TK News Services UG (haftungsbeschränkt)

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