Montag , 11 Dezember 2017
Nanogate: Zastrau drückt das Gaspedal durch

Nanogate: Zastrau drückt das Gaspedal durch

Nanogate ist seit dem Börsengang 2006 jedes Jahr um rund 30% gewachsen. Das ist eine stolze Bilanz. Von einem Micro-Cap mit einem Umsatz von 7,8 Mio. Euro ging es auf einen geschätzten Erlös von mehr als 170 Mio. Euro in diesem Jahr und einer Marktkapitalisierung von stolzen 240 Mio. Euro. Den größten Schub gab es durch die Übernahme von Jay Plastics (heute Jay Systems), der größte Zukauf der Firmengeschichte. Damit sind die Saarländer auf einen Schlag auch in Nordamerika eine Größe.

Integration abgeschlossen

Die Zusammenführung der Gesellschaften ist größtenteils abgeschlossen, wie Vorstandschef Ralf Zastrau im Gespräch mit dem Investor Magazin sagte. Nun gehe es daran, aus den gemeinsamen Möglichkeiten neue Produkte zu machen und Aufträge zu gewinnen. Aktuell arbeitet man an einem neuen Innovationsprogramm, in dem die technologischen Fähigkeiten der beiden Unternehmen gebündelt werden. Daraus sollen insbesondere im Bereich Kunststoffe und der Metallisierung von Oberflächen neue Produkte entstehen. Chancen sieht Zastrau für Nanogate aber auch in der Elektromobilität und dem automatisierten Fahrzeug. Gleichzeitig will Nanogate aber auch seine bestehenden Produkte in den US-Markt einführen. Das klingt nach jeder Menge Tüftel- und Vertriebsarbeit.

Prognose konservativ!

Wichtig ist aber, dass das Wachstumstempo vor lauter Innovationen nicht zu kurz kommt. Die endgültigen Halbjahreszahlen lagen leicht über der Erstmeldung, zudem hat Zastrau die Prognose bestätigt. Der frühere ABB-Manager drückt aufs Gaspedal und will 2017 mehr als 170 Mio. Euro einnehmen. Die Prognose darf man wohl als konservativ betrachten. Beim EBITDA soll erstmals die 20 Mio. Euro-Marke geknackt werden. Damit sieht auch die Bewertung nicht mehr ganz so schwindelerregend aus. Die Aktie kommt zwar auf ein 2017er KGV von 92, auf EBITDA-Basis ist es aber ein Multiple von 12. Hinzu kommt, dass Nanogate binnen fünf Jahren den Umsatz auf 250 Mio. Euro erhöhen will. Das dürfte sogar schneller möglich sein. Vergleichbare Unternehmen in den USA werden übrigens zum Teil höher bewertet. Mit dem neuen US-Geschäft im Rücken ist Nanogate aber gerade für Investoren aus Übersee interessant geworden. Dies könnte das anhaltend hohe Bewertungsniveau der Aktie erklären, man spürt das Kaufinteresse am Markt. Wie Sie bei der der Aktie nun vorgehen sollten, lesen Sie in der neuesten Ausgabe des Investor Magazins! Tipp: Sie können sich kostenlos und unverbindlich für das Investor Magazin anmelden. Dann senden wir Ihnen unsere Analysen und Aktienbesprechungen jede Woche bequem in Ihr E-Mail-Postfach. Die Anmeldung ist jederzeit kündbar, Ihre Daten werden keinesfalls an externe Dritte weitergegeben.

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Bildquelle: Nanogate

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