Montag , 26 Juni 2017
Die größten Silberproduzenten nach Ländern in 2015

Die größten Silberproduzenten nach Ländern in 2015

Silberproduzenten: Mexiko bleibt die Nummer eins

Der Silberpreis hat sich im Laufe dieses Jahres kräftig erholt. Von Anfang Januar bis Mitte Mai ging es mit großen Schritten um rund 30% bergauf. Seither aber gab es eine kräftige Gegenbewegung. Ein starker US-Dollar im Zuge der möglichen Zinsanhebung durch die US-amerikanische Federal Reserve hat den Preis auf rund 16 US-Dollar je Unze fallen lassen. Wir sehen das aktuelle Niveau als guten Boden, um Einstiegskäufe zu wagen.

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Leichtes Förderwachstum

Die globale Produktion zeigt sich derzeit stabil. Die Minenförderung des Edelmetalls stieg im vergangenen Jahr um lediglich 2,1% auf 886,7 Mio. Unzen. Peru und Russland konnten die Produktion im Vergleich zu 2014 um etwa 10% steigern, Argentiniens Output erhöhte sich sogar fast um 20%. Bemerkenswert war das Wachstum in Indien, dass die Förderung um mehr als 40% erhöhte. Hierfür ist allein Hindistan Zinc verantwortlich, bei deren Produktion fällt Silber als Beiprodukt an.

Auf der anderen Seite gab es in Kanada den größten Rückgang. Der Silber-Output sank dort um fast ein Viertel auf 12,2 Mio. Unzen. Zudem verzeichneten auch China und Australien eine spürbar geringere Produktion. In diesen Ländern wird mit einem anhaltenden Rückgang gerechnet. Das wichtigste Förderland bleibt Mexiko. Das lateinamerikanische Land konnte die Produktion im vergangenen Jahr um 1,7% auf 189,5 Mio. Unzen erhöhen. Damit liegt man deutlich vor Peru und China.

Größter Produzent ist Fresnillo. Das Unternehmen ist die britische Tochter des mexikanische Peñoles-Konzerns und selbst börsennotiert. Allein dieses Unternehmen förderte  43 Mio. Unzen und damit noch einmal 6,4% mehr als im Jahr zuvor. Bis 2018 will man die Silberproduktion auf 65 Mio. Unzen steigern. Der zweitgrößte Produzent im Land ist interessanterweise Goldcorp, dass Silber vor allem als Beiprodukt gewinnt. Weltweit fördert der kanadische Konzern rund 40 Mio. Unzen und konnte ein Mengenplus von 10% verzeichnen.

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Industrie bleibt größter Nachfrager

Auf der Nachfrageseite macht die Schmuckindustrie wieder auf sich aufmerksam. Sie fragte im dritten Jahr in Folge mehr Silber nach und erreichte ein neues Hoch bei 226,5 Mio. Unzen. Die größten Nachfrager stammen aus Indien und Thailand (je +16%). In Nordamerika lag das Wachstum bei rund 5%. Eine rückläufige Nachfrage wurde dagegen aus China registriert.

Der wichtigste Abnehmer von physischem Silber ist aber die Industrie. Hier kommt das Metall in verschiedensten Bereichen zur Anwendung: Photovoltaik, Schaltungen, in Elektromotoren, Batterien, in der Medizin oder bei der Wasseraufbereitung. Im vergangenen Jahr nahm die Industrie mit 588,7 Mio. Unzen mehr als die Hälfte des Angebots ab. Allerdings lag diese Nachfrage etwa 4% unter dem Wert 2014. Vor allem Unternehmen aus Schwellenländern hielten sich zurück.

Aber es gibt auch Glanzpunkte: Die Photovoltaikindustrie erhöhte ihre Abnahmemenge um 23% auf 77,6 Mio. Unzen. Der wichtigste Treiber war die chinesische Solarindustrie. Einen langsamen Tod sterben dagegen Unternehmen aus der Photoindustrie. Dort wurde die geringste Nachfrage seit dem Jahr 2004 verzeichnet. Der Hauptgrund dafür ist der Siegeszug digitaler Kameras.

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Silberproduzenten2015_InvestorMagazin

Bild: Heraeus
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