Donnerstag , 18 Oktober 2018
Nanogate: Wann fällt die 100 Mio. Euro-Marke?

Nanogate: Wann fällt die 100 Mio. Euro-Marke?

Aus Ausgabe 148 vom 02.12.2015

Zwei Tage lang ausgebucht! Nanogate-Chef Ralf Zastrau hatte viel zu tun auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt. Neben alten Bekannten soll der Vorstandschef auch den einen oder anderen neuen institutionellen Investor für seine Aktie begeistert haben. Ob das so ist, wird man wohl in den nächsten Wochen am Kurs erkennen können.

Prognose angehoben

Fakt ist, dass es den Saarländern operativ gut geht. Der Beschichtungsspezialist hob jüngst die Jahresprognose 2015 an. So werden nun Einnahmen in Höhe von 84 Mio. Euro und damit 22% mehr als im Vorjahr (68,6 Mio. Euro) erwartet. Zuvor hatte der Konzern 80 Mio. Euro als Guidance ausgerufen. Damit rückt Nanogate auch seinem Ziel, mittelfristig 100 Mio. Euro zu erlösen immer näher. Ob dies bereits im nächsten Jahr gelingen kann, hängt wohl davon ab, wie viele neue Aufträge ins Orderbuch wandern. Zastrau selbst will sich da nicht festlegen, wie er auf Nachfrage des Investor Magazins sagte. Man dürfe nicht vergessen, dass die Basis 2015 deutlich höher, ein einfaches Fortschreiben der bisherigen Wachstumszahlen daher nicht angebracht sei. Beim operativen Ergebnis (EBITDA) rechnet Zastrau für 2015 weiterhin mit 9 Mio. Euro, obwohl das Unternehmen in diesem Jahr noch stark investierte.

Neues Kompetenzzentrum

Der ganze Stolz des Unternehmens ist das neue Kompetenzzentrum (samt Fertigung) für „Advanced Metals“ in Neunkirchen. An dem Standort ist der Betrieb angelaufen, allerdings wird es wohl noch bis ins zweite Halbjahr 2016 hinein dauern, bis nennenswerte Umsätze generiert werden. Zunächst müsse die Anlage erst einmal ins Laufen kommen, so Zastrau. Erste Projekte befassen sich mit dem Thema Edelstahlbeschichtung. Neu wird wohl sein, dass auch andere Branchen angegangen werden können, die bisher nicht im Fokus standen. Zastrau bestätigte immerhin, dass man Gespräche mit potenziellen Kunden führe. Spruchreif ist aber noch nichts.

Aktie zu teuer?

Bei der Nanogate-Aktie waren wir in diesem Sommer mit einem netten Gewinn von 30,9% ausgestoppt worden. Nach dem August-Einbruch hat sich der Titel noch nicht nachhaltig erholen können. Die Bewertung ist auf Gewinnbasis stramm. Allerdings sollte Nanogate 2016 durchaus in der Lage sein, sich zumindest beim Cashflow dank zurückgehender Investitionen spürbar zu verbessern. Dazu kommt: Auf KUV-Basis kommen wir auf einen Wert von durchaus akzeptablen 1,3.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 148

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Bild: Nanogate
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