Samstag , 24 Juni 2017
Gold: Keine Angst vor steigenden Zinsen

Gold: Keine Angst vor steigenden Zinsen

Die jahrelange Baisse beim Goldpreis ist wohl endgültig vorbei. Nach dem ordentlichen Jahr 2016 (+7,9% in US-Dollar) und dem guten Start 2017 hält sich die Notierung inzwischen stabil über der Marke von 1.200 US-Dollar je Unze und notiert auf einem Dreimonatshoch. Dabei hatten viele am Markt die Zinspolitik der Federal Reserve gefürchtet. Die Notenbank hat den Zins bereits angehoben und wird dieses Jahr wohl noch mehrfach zuschlagen. Das stärkt grundsätzlich den Greenback und schadet Gold. Doch ganz so einfach ist die Rechnung nicht. Der Dollar hat einen sehr schwachen Januar erlebt. Die Wankelmütigkeit und Unberechenbarkeit der Politik von Neu-Präsident Donald J. Trump sorgt für jede Menge Unsicherheit am Markt und scheint derzeit ein stärkerer Faktor für den US-Dollar zu sein als die förderliche Zinspolitik.

Gold gewinnt nach Zinserhöhungen

Hinzu kommt, dass auch die Historie nicht dafür spricht, dass der Goldpreis unter steigenden Zinsen in den Vereinigten Staaten leiden muss. Der Blick auf die vergangenen vier Zinserhöhungsphasen macht es deutlich (Graphik rechts). So mussten der Rohstoffpreise nach ZinsanstiegGoldpreis, aber auch die Ölnotierung und Industriemetalle im Vorfeld einer Zinserhöhung Abschläge hinnehmen. So war es auch Ende 2016. Der Markt hat die höheren Zinsen quasi eingepreist. Nach dem eine Entscheidung aber gefallen war und der Zins tatsächlich erhöht wurde, konnten die Rohstoffpreise allesamt zulegen. Das zeigt der Blick auf die vergangenen vier Zinserhöhungsphasen. Besonders kräftig ging es bei Gold ab etwa zwei Monaten nach einer Zinserhöhung nach oben. Insofern ist der Zusammenhang „steigende Zinsen – fallender Goldpreis“ so nicht gegeben. Dennoch wird er vor allem in Massenmedien angeführt, um den Anlegern das Edelmetall madig zu machen. Die Fakten aber sprechen eine andere Sprache. Hinzu kommt, dass steigende US-Schulden als ein weiterer Negativ-Faktor auf den Dollar drücken könnten, wie wir in der Ausgabe des Investor Magazins in der vergangenen Woche bereits ausführlich erörtert hatten (zum Artikel). Das sollte man nicht unterschätzen.

Gold-ETF mit steigenden Zuflüssen

Darauf deutet übrigens auch die Entwicklung bei den Gold-ETF hin. So gab es insbesondere in den letzten Monaten 2016 mehr Ab- als Zuflüsse bei diesen Fonds. Im Januar hat sich das Bild umgekehrt. Allein in den letzten sechs Handelstagen flossen 31 Tonnen in diese Produkte. Zudem haben auch die Investments der Institutionellen Investoren zugenommen. In New York sind die Netto-Long-Positionen von Gold gemäß CFTC-Statistik insgesamt um 91% auf 69,8 Tsd. Kontrakte gestiegen. Ein starkes Wachstum, aber absolut kein besorgniserregend hoher Wert.

Saisonalität spricht pro Gold

Interessant ist aber auch die Saisonalität, die derzeit vielleicht am stärksten für steigende Goldpreise spricht. So kann die Saisonalität bei RohstoffenNotierung im Mittel in den ersten vier Monaten eines Jahres die größten Zugewinne verbuchen. In den Sommermonaten ist die Entwicklung hingegen neutral, zum Herbst hin ist eine schwächere Periode feststellbar, wie die historischen Daten zeigen (siehe Chart links). Insofern spricht nichts dagegen, dass der Preis des Edelmetalls auch in den nächsten Wochen und Monaten gut unterstützt ist und gar zulegen kann. Im Gegensatz dazu gilt übrigens der Februar als besonders schwacher und anfälliger Börsenmonat. Das gilt insbesondere in Jahren nach einer US-Präsidentschaftswahl.

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