Donnerstag , 18 Oktober 2018
West Kirkland Mining: Dem Markt geben was er will

West Kirkland Mining: Dem Markt geben was er will

Um erfolgreich an der Börse zu bestehen, muss man dem Markt geben, was er sucht und will. Diese Aussage trifft insbesondere auf Explorationsgesellschaften zu. In den letzten drei Jahren war es mit wenigen Ausnahmen fast unmöglich für gänzlich neue Explorationsprojekte, Gelder von Investorenseite zu erhalten. Nur noch Firmen mit fortgeschrittenen Projekten, die kurz vor der Veröffentlichung von Machbarkeits– oder Wirtschaftlichkeitsstudien standen und zudem noch etliche andere Kriterien (Management, Location, JV-Partner, …) erfüllten, konnten auf finanzielle Unterstützung hoffen. Für West Kirkland Mining war dies jedoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Zwar besaß und besitzt man noch immer Greenfield-Projekte in Nevada, doch die Kanadier verfügen über ein cleveres Managementteam, dass die Wünsche des Marktes nicht nur verstanden hat, sondern auch versucht, diese zu erfüllen.

Was will der Markt? Was gibt er her?

Wie bereits erwähnt, war es für Firmen in der Vergangenheit schwer ihre Projekte zu finanzieren. Für die einen natürlich ein Nachteil, für andere eine Chance. So dachte sich das auch Vorstandschef Mike Jones (auch CEO von Platinum Group Metals), der mit seinem Team über 250 Projekte weltweit durchleuchtete. Es wurde nach Projekten gesucht, die technisch umsetzbar und finanzierbar waren, aber auch einen IRR von mindestens 22% bei einem Goldpreis von 1.000 US-Dollar je Unze garantieren. Über 90% der Projekte sind hier bereits durch das Raster gefallen. An der Spitze der am Ende kurzen Liste standen Allied Nevada‘s Hasbrouk und Three Hills Projekte in Nevada.

Bei der Finanzierung trennt sich die Spreu vom Weizen

Gute Firmen erkennt man zurzeit daran, dass sie auch in schwierigen Zeiten größere Summen von Investoren für ihre Projekte einsammeln können. West Kirkland ist daher sicherlich als Branchenprimus bei den Junior-Explorern zu sehen. Als das Unternehmen am 27. Januar diesen Jahres die Absicht veröffentlichte, zunächst 75% an den beiden Projekten für fast 20 Mio. US-Dollar von Allied Nevada zu übernehmen, stand die Aktie bei 10 kanadischen Cent und hatte eine Marktkapitalisierung von nur 6,2 Mio. CAD. Die Resonanz von Investorenseite war trotz enormer Verwässerung äußerst positiv. Denn am 17. April schloss West Kirkland eine 29,2 Mio. CAD Finanzierung ab. Es wurden 195 Mio. neue Aktien zu je 0,15 CAD ausgegeben. 2014 sammelten die Kanadier bisher über 33 Mio. CAD bei Investoren ein. Den übrigen 25%-Anteil an den beiden Projekten kann Allied Nevada entweder in 30 Monaten für 10 Mio. CAD an West Kirkland verkaufen oder aber ein 75-25 Joint-Venture anstreben.

Hasbrouk und Three Hills überzeugen auf dem Papier

Die erfolgreiche Finanzierung ist aber nicht nur dem Managementteam zu zuschreiben, die Projekte selbst sind erstklassig. Im April 2012 veröffentlichte Allied Nevada eine Wirtschaftlichkeitsstudie („PEA“), die mit einem Goldpreis von 1.000 US-Dollar je Unze gerechnet wurde. Der Studie nach liegt der Nachsteuer-IRR bei sehr guten 60% und der Net-Present-Value bei 98,7 Mio. US-Dollar (6% Discount). Die Kosten, um die Mine zu bauen, werden auf günstige 90 Mio. US-Dollar taxiert. Basierend auf der PEA könnten jährlich 135.000 Unzen Gold und 540.000 Unzen Silber im Haufenlaugungsverfahren (engl. Heap Leach) produziert werden. Die Cashkosten lägen bei 555 US-Dollar je Unze Gold. Größte Baustelle ist jetzt der Genehmigungsprozess für den Bau einer Mine. Erste Treffen mit dem Bureau of Land Management in Tonopahverliefen laut Jones positiv. Auf den Projekten wird währenddessen weiter exploriert und an der Erstellung einer Pre-Feasibility-Studie gearbeitet, die wohl im Herbst veröffentlicht werden könnte.

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Bild: West Kirkland Mining
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