Montag , 11 Dezember 2017
Marktkommentar vom 11.12.13

Marktkommentar vom 11.12.13

Liebe Leser!

Die erste Dezemberhälfte verlief an den Aktienmärkten saisonal typisch. Es war unruhig, viele Indizes kamen von ihren Höchstständen zurück. Das tut dem Markt gut, denn so entweicht etwas Druck aus dem Kessel. Dennoch könnte es nun zu einer ebenfalls saisonal typischen Jahresendrally in der zweiten Dezemberhälfte kommen. Insgesamt blicken wir optimistisch in die Zukunft, denn noch immer sind viele Investoren skeptisch, was das kommende Jahr betriff. Nach zwei so guten Aktienjahren kann es nur bergab gehen, heißt es unisono. Das Gute an diesen Aussagen, die man derzeit überall liest, ist, dass sie die Skepsis dokumentieren. Dies schützt vor einer Blasenbildung. Was aber vor allem für ein gutes 2014 an den Aktienmärkten spricht, ist neben der akzeptablen Bewertung die Chance, dass Europa endlich aus seinem Krisenmodus rauskommt. Es wird nicht großartig, aber es wird besser als 2013. Da sind wir uns recht sicher. Ausführlich werden wir in der kommenden Ausgabe, der letzten in diesem Jahr, auf 2014 eingehen.

Industriemetalle vor Comeback?

Eine bessere Konjunktur dürfte auch den Rohstoffmärkten den ersehnten Schub geben. Vor allem die Industriemetalle sollten im kommenden Jahr davon profitieren. Seit Jahresanfang haben Kupfer (-12,8%), Aluminium (-17,8%), Nickel (-21,5%), Zink (-9,8%) und Blei (-12,7%) kräftig an Wert verloren. Diese Entwicklung spiegelt die Unsicherheiten über die Weltkonjunktur, vor allem mit Blick auf China und die USA, wider. Doch das sollte sich im kommenden Jahr legen, zumal die Angebotsseite zumeist problematisch ist. Mehr dazu werden Sie ebenfalls in der nächsten Ausgabe lesen können. Einzig bei Gold sind wir skeptisch. Angesichts der weiter steigenden Staatsverschuldung in der Mehrheit der OECD-Staaten besteht großes Interesse daran, den Goldpreis auf niedrigem Niveau zu halten. Das klingt nach Verschwörungstheorien, ist aber nun einmal Fakt. Nur wenige große US-Banken bestimmen über die Future-Märkte die Goldpreisbildung. Aber wer weiß schon heute, ob dieses Oligopol nicht langfristig durch die Schwellenländer gebrochen wird? Kurzfristig aber sind wir pessimistisch. Erwarten Sie also keine großen Sprünge. Hochwertige Goldprojekte sind aber dennoch interessant, denn sie können auch auf dem aktuellen Goldpreisniveau wirtschaftlich arbeiten. Standard-Minen und die großen Goldkonzerne dürften dagegen weiter Probleme haben. Eine gute Handelswoche wünscht …

Ihre Redaktion vom Investor Magazin

 

Bild: Martin Kolb / pixelio.de
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