Donnerstag , 18 Oktober 2018
Adidas überzeugt nicht

Adidas überzeugt nicht

Als spekulativen Wert hatten wir in der vergangenen Woche die Papiere von Adidas (76,20 Euro; DE000A1EWWW) eingestuft. Und daran taten wir gut. Der Sportartikelkonzern legte am gestrigen Dienstag miese Zahlen für die ersten drei Monate vor. Negative Währungseffekte und ein schwaches Geschäft im Golf-Segment verhagelten die Quartalsbilanz. Ohne die Effekte durch die schwachen Schwellenländerwährungen hätte Adidas einen stabilen Umsatz ausweisen können. So aber meldeten die Franken ein Erlösminus von 6%; insgesamt nahm man in Herzogenaurach 3,53 Mrd. Euro ein. Unterm Strich verdiente Adidas 204 Mio. Euro und damit ein Drittel weniger als im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit mehr gerechnet. Dennoch kam es zu keinem großen Ausverkauf in der Aktie, was vor allem mit der Prognose zu tun haben dürfte. Das Management um CEO Herbert Hainer hält an den Jahreszielen fest: Adidas will zwischen 830 und 930 Mio. Euro verdienen und bei den Umsätzen währungsbereinigt im prozentual hohen einstelligen Bereich zulegen. Mit Spannung wird nun erwartet, wie die Hauptversammlung am morgigen Donnerstag verläuft. Im Vorfeld hatte Fondsmanager Ingo Speich von der Union Investment scharfe Kritik geübt und angekündigt, den Vorstand auf der Hauptversammlung nicht zu entlasten. Er hätte kein Vertrauen mehr, sagte Speich der FAS. Da fragen wir uns: Warum verkauft er dann nicht seine Anteile? Wir bleiben bedingt optimistisch für den Wert. Nach  der schwachen Aktienkursentwicklung im ersten Quartal sehen wir durchaus Nachholpotenzial, zumal sich die Währungsseite langsam entspannt.

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Bild: Adidas
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