Dienstag , 11 Dezember 2018
Conti: Gesund wie lange nicht mehr

Conti: Gesund wie lange nicht mehr

So gesund wie lange nicht mehr präsentierte sich der Reifen- und Automotive-Konzern Continental bei der Bilanz-Pressekonferenz. Finanzvorstand Wolfgang Schäfer konnte einen stabilen Nettogewinn von 1,9 Mrd. Euro vermelden. Der Umsatz der Hannoveraner legte um 1,8% auf 33,3 Mrd. Euro zu. Angesichts des schwierigen Marktumfelds sind das berauschende Zahlen. Doch die Highlights stecken im Detail. So konnte der DAX-Konzern seine Nettoverschuldung um eine weitere Mrd. Euro abbauen; der Verschuldungsgrad erreichte mit 46% den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2006. Für einen Unternehmen, das im Strudel der Schäffler-Übernahme noch vor wenigen Jahren kurz vor der Pleite stand, ist das eine bravouröse Entwicklung. Nicht umsonst war die Conti-Aktie (173,70 Euro; DE0005439004) 2013 der Bestperformer im DAX. Die niedrigere Verschuldung und bessere Konditionen bei Anleihen werden sich auch künftig auf das Finanzergebnis des Konzerns auswirken. Die Aktionäre erhalten daher eine Dividende von 2,50 Euro. In diesem Jahr will Continental beim Umsatz um 5% zulegen und somit die Schwelle von 35 Mrd. Euro überschreiten. Sollten sich die europäischen Zulassungszahlen weiter erholen, dürfte das ein realistisches bis konservatives Ziel sein. Zudem geht das Management davon aus, eine bereinigte EBIT-Marge von 10% „sicher zu erreichen“. Die Analysten gehen im Konsens von einem Gewinn je Aktie von 12,50 Euro für 2014 aus. 2015 soll dieser Wert auf 14,06 Euro steigen. Damit kommt die Conti-Aktie trotz der jüngsten Kursgewinne auf ein moderates KGV von 13,8 bzw. 12,4. Mit etwas Rückenwind vom Markt sind sogar höhere Gewinne drin. Bei dem Wert liegen Sie seit unserer Erstempfehlung mit rund 83% im Plus (Ausgabe 22 vom 27.03.13).

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Bild: Continental
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