Montag , 26 Juni 2017
Capital Stage: Geld verdienen im Solar-Business

Capital Stage: Geld verdienen im Solar-Business

Die deutsche Solarindustrie befindet sich bereits seit einigen Jahren im Krisenmodus. Dennoch gibt es Gesellschaften, die weiterhin gutes Geld in diesem Sektor verdienen. Dazu zählt die Capital Stage AG aus Hamburg. Das Unternehmen investiert vornehmlich in Solar- und zu einem kleineren Teil in Windparks und übernimmt die technische Betriebsführung. So hat man das Portfolio auf mehr als 241 MWp ausgebaut und ist heute eines der führenden Unternehmen in diesem Bereich. Dabei genießt man auch unter Investoren höchstes Vertrauen. Über drei Jahre sammelte Capital Stage mehr als 125 Mio. Euro bei seinen Eignern ein. Zuletzt flossen Ende Oktober per Kapitalerhöhung 49,3 Mio. Euro dem Unternehmen zu. Grund für diesen Erfolg dürfte auch der namhafte Aufsichtsrat sein. So befinden sich Unternehmer wie Albert Büll (B&L) oder Jörn Kreke (Douglas) im Kontrollgremium der Gesellschaft und sind zudem nennenswert investiert.

Markteintritt in Frankreich

Das Portfolio selbst konzentriert sich weitestgehend auf Deutschland. Dazu kommen einige Parks in Mittelitalien. 2013 hat Capital Stage sein Portfolio um rund 27% ausgebaut. Seit der Kapitalerhöhung im Oktober wurden inklusive Fremdkapital insgesamt 100 Mio. Euro investiert. In diesem Zusammenhang gelang auch der Markteintritt in Frankreich. Dort hat man kurz vor dem Jahreswechsel die Übernahme zweier Solarparks abschließen können. CEO Felix Goedhart kündigte im Zuge der Übernahme einen weiteren Ausbau des Portfolios für dieses Jahr an.

Steigende Dividendenzahlungen

Der Clou bei Capital Stage liegt im Geschäftsmodell. Die Parks liefern auf 20 Jahre staatlich garantierte Cashflows durch die Einspeisung ins Netz. Auf der anderen Seite werden sie mit Fremdkapital finanziert. Da mit zunehmender Tilgung auch die Fremdfinanzierungsbelastung sinkt, können die Ausschüttungen sukzessive angehoben werden. Im vergangenen Juni gab es 8 Eurocent je Aktie. Für das abgelaufene Geschäftsjahr dürfte die Ausschüttung auf 0,10 Euro steigen. Daraus ergibt sich eine Dividendenrendite von 2,7%. Mittelfristig dürfte die Dividende weiter steigen, was ein Investment zum jetzigen Zeitpunkt attraktiv macht. Denn steigende Dividenden gehen in der Regel mit steigenden Aktienkursen einher.

Gutes Chancen-Risiko-Verhältnis

Die Capital Stage-Aktie (3,67 Euro; DE0006095003) selbst zählt zu den wenigen Werten, die 2013 mit einem kleinen Minus abgeschlossen haben. Das dürfte vor allem an den Kapitalmaßnahmen gelegen haben. Derzeit bewegt sich der Titel auf dem Niveau des Ausgabepreises der letzten Kapitalmaßnahme. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,7 und der genannten Dividendenrendite ergibt sich insgesamt ein attraktives Bild. Dazu kommt, dass das Geschäft aufgrund der staatlichen Zusagen ein geringes Risiko mit sich bringt. Anleger sollten zwar keine Wunderdinge von dem Titel erwarten, einen erneuten Angriff auf die 4 Euro-Marke halten wir aber in den nächsten Monaten für realistisch. Schon im Oktober lag das Papier kurzzeitig darüber.

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Bild: H.D.Volz / pixelio.de
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