Dienstag , 11 Dezember 2018
Deutsche Forfait vor Tag der Wahrheit

Deutsche Forfait vor Tag der Wahrheit

Bei der DF Deutsche Forfait (1,20 Euro; DE0005488795) steht der Tag der Wahrheit an. Der Außenhandelsfinanzierer war für acht Monate auf die OFAC Sanktionsliste der USA gekommen. Die Behörden warfen dem Unternehmen vor, gegen Sanktionsbestimmungen verstoßen zu haben. Dadurch geriet die Gesellschaft in Turbulenzen. Inzwischen hat man sich von der Liste verabschiedet und die Geschäfte wieder aufgenommen.

Doch zur Restrukturierung des Unternehmens bedarf es der Hilfe der Anleihegläubiger. Die werden sich am 19. Februar versammeln, um über den Plan des Managements abzustimmen. Bei einer Abstimmung im Januar wurde das Mindestquorum von 50% noch verpasst. Für die kommende Abstimmung liegt es bei 25%. Die DF-Führung plant, den Anleihezinssatz von 7,875% auf 2,0% p.a. zu reduzieren (ISIN: DE000A1R1CC4, aktueller Kurs: 49,85%). Im Gegenzug sollen die Gläubiger Optionsrechte zum Erwerb von DF-Aktien erhalten. Vorstand Frank Hock betont, „dass wir bewusst – anders als bei vielen Restrukturierungsfällen der letzten Jahre – keinen Kapitalschnitt vollziehen: die Anleihegläubiger sollen, wie vorgesehen, ihr Kapital, im Jahr 2020 zu 100 Prozent zurückerhalten.“ Ob es so klappt, wird man sehen.

Die DF-Aktie ist auf jeden Fall dann wieder interessant, wenn die Zustimmung zustande kommt und die Sanierung angegangen werden kann.

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Bild: neurolle - Rolf / pixelio.de
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