Mittwoch , 22 November 2017
Aktie der Woche: Kaminak Gold – Wann kommt die Übernahme?

Aktie der Woche: Kaminak Gold – Wann kommt die Übernahme?

Mit dem Titel „Coffee fürs Depot“ stellten wir Ihnen Mitte September letzten Jahres den Titel Kaminak Gold vor. Leider erwies sich der Titel alles andere als der gewünschte Energiebooster für Ihr Portfolio. Im Zuge einer erneuten Korrektur bei den Rohstofftiteln im Herbst 2014 brach auch Kaminak massiv ein. Projektseitig gab es allerdings keinerlei Gründe für den Absturz. Ganz im Gegenteil. Der Titel wurde nun immer öfter im Zusammenhang mit einer möglichen Übernahme genannt. Denn das Coffee-Projekt erfüllt fast alle Kriterien, nach denen die großen Unternehmen der Branche derzeit Ausschau halten.

Wonach suchen die Majors?

In den vergangenen Wochen und Monaten konnten wir beobachten, wie der M&A-Zug langsam Fahrt aufnahm. So übernahm Goldcorp den kanadischen Junior Probe Mines für 440 Mio. US-Dollar. Alamos fusioniert aktuell mit unserem ehemaligen Empfehlungswert Aurico Gold, um die in Kanada liegende Mine Young Davidson zu bekommen. Und Yamana hat jüngst den kanadischen Explorer Mega Precious Metals geschluckt. Die Richtung ist klar. In der Vergangenheit scheuten die Branchenriesen das Risiko nicht, auch in politisch fragwürdigen Regionen zu investieren. Dieser Trend hat sich nun klar umgekehrt. Projekte in Ländern wie den USA, Kanada und Australien stehen in der Prioritätenliste an vorderster Stelle. Dies hat noch einen weiteren Grund: Die Stärke des Greenback im Vergleich zum kanadischen und australischen Dollar. Ein weiteres Kriterium ist, dass das jeweilige Projekt in der Lage sein muss, 100.000 Unzen Gold und mehr im Jahr zu produzieren. Idealerweise ist es auch direkt in der Nachbarschaft einer bestehenden Mine gelegen. Ist dies nicht der Fall, muss der Goldgehalt bzw. die mögliche Goldproduktion entsprechend hoch sein, um den zusätzlichen Aufwand zu rechtfertigen. Hier kommt nun das Coffee-Projekt ins Spiel.

PEA nur der Anfang

In Ausgabe 91 diskutierten wir bereits ausführlich die Ergebnisse der ersten Wirtschaftlichkeitsstudie (engl. PEA) für das Projekt in Kanadas Norden. Seitdem hat sich jedoch einiges getan. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit eines Projektes ist vor allem der Goldgehalt des zu verarbeiteten Gesteins. In der PEA wurde dieser mit 1,56 g/t angegeben. Für eine Übertagemine ein akzeptabler, aber kein herausragender Wert. Seit September hat Kaminak jedoch eine Vielzahl an Bohrergebnissen veröffentlicht (u.a. 12,95 g/t über 9,14m), die uns vermuten lassen, dass die nächste Ressourcenkalkulation deutlich höhere Goldgehalte aufweisen dürfte. Wir rechnen mit der Vorlage einer neuen Kalkulation in den nächsten Wochen. Diese soll dann auch in eine finale Machbarkeitsstudie (engl. DFS; geplant für Q1 2016) einfließen. Bereits jetzt ist das Projekt mit All-In Sustaining Produktionskosten je Unze Gold von unter 700 US-Dollar äußerst wirtschaftlich. Außerdem könnten auf Coffee im Schnitt 167.000 Unzen pro Jahr produziert werden.

Baukosten könnten weiter sinken

Der Bau einer Mine würde aktuellen Kalkulationen zu Folge rund 305 Mio. CAD kosten. Alleine rund 35 Mio. CAD sind hierbei für den Bau einer 250km langen Zufahrtsstraße eingeplant. Die Baukosten könnten allerdings noch sinken. CEO Eira Thomas sieht Anzeichen dafür, dass das Gestein nicht in drei Schritten zerkleinert werden müsse. So könne am Maschinenpark gespart werden. Zudem überlege man, ein Drittunternehmen mit dem Bau und Betrieb der Mine zu beauftragen. Hierdurch könnte der CAPEX um bis zu 20 Mio. CAD zurückgehen. Baubeginn soll nach Erhalt aller Lizenzen 2018 sein. Spätestens nach Vorlage der DFS halten wir ein Übernahmeszenario für realistisch.

Mininglegenden sind Aktionäre

Kaminak verfügt derzeit über 22 Mio. CAD an Barreserven und ist ausreichend finanziert, um alle Studien abzuschließen. Ein weiterer Grund für die Aktie: die Mininglegenden Ross Beaty und Lukas Lundin besitzen jeweils rund 10% der Aktien.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 121

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Bild: Redaktion
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