Mittwoch , 18 Oktober 2017
Glencore: Massive Reduzierung der Produktionskapazitäten bei Zink

Glencore: Massive Reduzierung der Produktionskapazitäten bei Zink

Glencore musste ein Zeichen setzen und hat dies jüngst getan. Auf Grund des weiterhin schwachen Preisumfeldes bei Zink haben sich die Schweizer dazu entschieden, die Zinkproduktion drastisch herunter zu fahren. Die Einschnitte bedeuten den Wegfall eines Drittels der jährlichen Zinkproduktion von Glencore. Im vierten Quartal dürften demnach rund 100.000 Tonnen weniger gefördert werden. Glencore sehe sich zu der Maßnahme gezwungen, weil dem Industriemetall aktuell nicht der Wert beigemessen werde, der die Knappheit adäquat widerspiegele. Die Ressourcen seien den Aussagen der Schweizer nach im Boden wertvoller.

Der Rohstoffproduzent und -trader wird die Lady Loretta-Mine in Australien und die Iscaycruz-Mine in Peru vorübergehend stilllegen. Bei zwei Minen in Australien und Kasachstan sollen die Produktionsniveaus reduziert werden. Der Schritt war auch ein Signal an den Markt, dass es so nicht weitergehen könne. Die Anleger reagierten prompt und der Zinkpreis schoss in die Höhe und hält sich derzeit auf einem Niveau von über 0,80 US-Dollar je Pfund.

Im Gegensatz zu Glencore hat Rio Tinto gesagt, dass man den Kupferausstoß nicht drosseln werde. Die Chinasorgen seien überzogen, so Jean-Sebastian Jacques, Leiter des Kupfer und Kohle-Segments bei Rio Tinto. Hedgefunds würden den Kupferpreis als Spielwiese missbrauchen.

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Bild: Glencore
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