Mittwoch , 22 November 2017
Aumann AG: Der vielleicht heißeste Börsengang des Jahres

Aumann AG: Der vielleicht heißeste Börsengang des Jahres

In Deutschland gibt es nur selten spannende Technologie-Börsengänge. Die finden meist in den USA statt. Doch beim Thema E-Mobility kann auch Deutschland als das Autoland schlechthin punkten. Eine der Top-Firmen ist die 1936 von Willy Aumann gegründete Aumann AG (ISIN: DE000A2DAM03). Es stellt Maschinen für Spulen und Motoren her, die bei Elektroautos zum Einsatz kommen. Daneben ist man in der Automation und der Drahtlackiertechnik unterwegs. Die Kundenliste liest sich wie das Who is who der Branche: BMW, Daimler, VW oder Bosch sind ebenso dabei wie Siemens, Boeing, Vorwerk oder Senvion. Das in Espelkamp ansässige Unternehmen sieht sich in einer Pole Position, um vom stark wachsenden Markt profitieren zu können. Nun plant man den Börsengang im Prime Standard (Erstnotiz: 24.3.). Angeboten werden 1,5 Mio. neue Aktien sowie bis Global Production of Electric vehicleszu 4,48 Mio. Aktien aus den Beständen des Eigentümers MBB (Anteil: 93,5%). Nach dem IPO wird die Beteiligungsgesellschaft bei vollständiger Ausübung des Greenshoe 53,6% der Anteile halten und 150 Mio. Euro mehr in der Kasse haben.

Ausbau des E-Mobility-Geschäfts

Die Preisspanne für die Aumann-Anteile bewegt sich zwischen 35 Euro und 43 Euro. In der Mitte würden Aumann etwa 59 Mio. Euro zufließen. Mit den frischen Mitteln will das Unternehmen das E-Mobility-Geschäft ausbauen und dabei stärker als der Markt wachsen. Bislang stammen etwa ein Viertel der Erlöse aus diesem Bereich. Vorstandschef Rolf Beckhoff will binnen weniger Jahre mit diesem Segment drei Viertel seiner Einnahmen erzielen. Nach dem IPO kommt Aumann auf einen Börsenwert von 490 Mio. bis über 600 Mio. Euro. Das wirkt stramm, denn 2016 setzte man 156,2 Mio. Euro um und wies einen Nettogewinn von 12,8 Mio. Euro aus. Auf der anderen Seite ist diese Bewertung aufgrund der Chancen durchaus angebracht. Vergleichbare Unternehmen gibt es auf dem deutschen Kurszettel allerdings nicht. Der 2016er Auftragseingang von 190 Mio. Euro deutet aber an, welche Möglichkeiten der Markt bietet. Zeichnen oder lieber abwarten? Unser Votum zum Börsengang der Aumann AG finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Invesor Magazins. Sie können sich auch kostenlos und unverbindlich hier anmelden, dann senden wir Ihnen das Investor Magazin jede Woche bequem in Ihr E-Mail-Postfach.

Bildquelle: Aumann AG 

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