Mittwoch , 22 November 2017
Exklusiv // Aktie der Woche: AuRico Metals – Cash, Royalties & Projekte

Exklusiv // Aktie der Woche: AuRico Metals – Cash, Royalties & Projekte

Anfang Juli ging der 1,5 Mrd. CAD Zusammenschluss von Alamos Gold und AuRico Gold über die Bühne. Es entstand ein neuer, breiter aufgestellter Mid-Tier Goldproduzent. In diesem Jahr plant die neue Alamos Gold zwischen 375.000 und 425.000 Unzen Gold zu produzieren. Die All-In-Kosten je produzierter Unze sollen je nach Mine zwischen 950 und 1.100 US-Dollar liegen. Über die Zeit plant das Unternehmen die Produktion bis auf 700.000 Unzen zu steigern. Das sind gute Nachrichten für AuRico Metals. Die neue AuRico ist eine Ausgliederung im Zuge des Mergers und einen Blick wert.

Der goldene Löffel im Mund

Als erster Investorenbrief in Deutschland hatten wir die Möglichkeit, exklusiv mit dem CEO Chris Richter über die Ausrichtung der neuen Gesellschaft und die nächsten Schritte zu sprechen. Das Unternehmen ist ganze sieben Handelstage alt und daher höchstens Brancheninsidern ein Begriff. Doch „the new kid on the block“ ist mit einem goldenen Löffel im Mund geboren worden und sicherlich alles andere als grün hinter den Ohren. So wurde AuRico mit 25 Mio. CAD an Cash ausgestattet. Langfristig interessanter sind allerdings die Royalties, die der neuen Gesellschaft zugesprochen wurden.

Royalties machen unabhängig

AuRico Metals hält derzeit vier Royalties, die der Gesellschaft bis zu acht Millionen CAD im Jahr einbringen könnten. Was unterm Strich bei AuRico ankommt, hängt schlussendlich jedoch mit der Entwicklung des Goldpreises zusammen. Die interessanteste Tantieme ist sicherlich die Young Davidson-Mine, das neue Flaggschiff von Alamos Gold. 2015 sollen dort zwischen 160.000 und 180.000 Unzen Gold produziert werden. AuRico Metals erhält 1,5% vom Umsatz aus den Goldverkäufen. Ein weiterer Bonus: das Minenleben wird auf 17 Jahre taxiert. Die Royalties sorgen dafür, dass der deutschstämmige Vorstandschef nicht an den Kapitalmarkt herantreten muss, um Mittel für die Erstellung von Studien oder weitere Bohrungen zu erhalten.

Der blaue Himmel

Neben den Royalties, wurde AuRico auch das Kemess-Projekt in British Columbia übertragen. Dort ist bereits Infrastruktur im Wert von rund 1 Mrd. CAD vorhanden. Das Gold-Kupferprojekt könnte laut einer 2013 erstellten Machbarkeitsstudie 105.000 Unzen Gold und 44 Mio. Pfund Kupfer produzieren. Richter sieht eine gute  Chance, die Schlüsselparameter der Studie weiter zu verbessern. So dürfte bereits die Anpassung der Studie an die aktuellen Wechselkurse eine Wertsteigerung aufzeigen. Richter und sein Team planen deshalb, Anfang 2016 ein Update vorzulegen. Im Anschluss gilt es, die Projektfinanzierung und notwendigen Lizenzen zu sichern, um 2017 mit dem Bau zu beginnen. Da es sich um eine Untertagemine handelt, geht Richter davon aus, dass die kommerzielle Produktion erst fünf Jahre nach Baubeginn erreicht wird. Dies liegt selbst für uns noch in weiter Ferne. Angesprochen auf kurzfristigere Katalysatoren erwähnte Richter, der vor dem Merger für die Unternehmensentwicklung bei AuRico Gold zuständig war, dass er es nicht ausschließe weitere Royalties oder auch andere, schneller realisierbare Projekte zu zukaufen.

Aktuelle Bewertung

In Sachen Bewertung würden wir die neue AuRico als Royaltygesellschaft klassifizieren. (Risiko: Verwässerung bei Projektfinanzierung für Kemess). Auf Preis-Cashflow-Basis werden diese zum Teil höher bewertet als Produzenten. Auf Grund der Qualität der Royalties halten wir eine 15-fache Bewertung (Osisko Gold Royalties Faktor 39,9; FrancoNevada 23,7) für fair. Selbst bei Einnahmen von nur 5 Mio. CAD ergibt sich gehöriges Potential. Das Papier hat nach Handelsaufnahme auf Grund von Verkäufen der institutionellen Altaktionäre, bei denen Aurico Metals nicht mehr den Anlagerichtlinien entspricht, kräftig Federn lassen müssen.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 130

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Bild: AuRico Metals
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