Sonntag , 17 Februar 2019
Imperus Technologies – Sippenhaft und eigene Fehler

Imperus Technologies – Sippenhaft und eigene Fehler

Ausgestoppt. Nüchtern betrachtet war unser Ausflug in den Online-Gaming Sektor wenig erfolgreich, dabei sind alle von uns erwarteten Events (Übernahme & Finanzierung) wie erwartet eingetroffen.

Nicht vorhersehbar war jedoch, dass die Aktie von Imperus Technologies im Rahmen von Ermittlungen gegen den Branchenriesen Amaya Gaming in Sippenhaft genommen werden würde. Die Finanzbehörde Quebecs hat Büroräume des Online-Gamingriesen (Marktbewertung zu dem Zeitpunkt 4,6 Mrd. CAD, heute 3,8 Mrd. CAD) sowie des Brokers Canaccord und des Finanzdienstleisters Manulife durchsucht. Es soll im Vorfeld der Übernahme der Muttergesellschaft von PokerStars und FullTiltPoker im Sommer diesen Jahres zu Insiderhandel bei dem Titel gekommen sein. Investoren verkauften blind und schauten erst danach genauer hin.

Dem Kurs von Imperus (0,41 CAD; CA45321F1036) hat es auch nicht geholfen, dass aktuell eine Privatplatzierung durchgeführt werden soll, deren Preis erst noch an Hand des Aktienkurses ermittelt wird. Es ist nicht auszuschließen, dass Investoren zusätzlich Druck auf die Aktie ausübten, um den Platzierungspreis aus deren Sicht attraktiver zu gestalten. Letzte Woche sind wir noch von einem Platzierungskurs um die Marke von 0,50 CAD ausgegangen, dieser dürfte jetzt wohl deutlich niedriger ausfallen. Wir sind sicher, dass Imperus kein zweites Mal solch eine Klausel bei einer Finanzierung verwenden wird.

Aus Marktkreisen konnten wir allerdings erfahren, dass das 40 Mio. US-Dollar Darlehen bereits erfolgreich abgeschlossen werden konnte und der Zeitraum für die Aktienplatzierung wohl bis Anfang Januar verlängert werden solle. Die mit der Platzierung beauftragte Bank spreche derzeit mit ihren Investoren.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 103

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Bild: Imperus Technologies
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