Montag , 10 Dezember 2018
Metro: Langsam, aber stetig

Metro: Langsam, aber stetig

Für Euphorie besteht beim Handelskonzern Metro kein Grund. Aber immerhin: Es gehe langsam, aber stetig voran, so Vorstandschef Olaf Koch auf der Hauptversammlung des Unternehmens in der vorigen Woche. Für Auftrieb dürfte der Börsengang der russischen Cash & Carry-Tochter sorgen. 25% der Anteile will Metro unter die Investoren bringen. Geplant ist der IPO für die erste Jahreshälfte. Durch diesen Schritt könnte Metro bis zu 1,5 Mrd. Euro einsammeln, hieß es aus dem Konzernumfeld. Das Interesse der Anleger dürfte dem Unternehmen gewiss sein. Im russischen Handel kommen die größten Anbieter auf Margen von 5% und mehr. Im Vergleich zu Deutschland sind das paradiesische Zustände. Dort kämpft Metro weiterhin mit einer schwachen Entwicklung bei Real. So liegt das Margenziel hier bei lediglich 2%. Im deutschen C&C-Geschäft, dem Business mit Geschäftskunden, werden 4% bis 4,5% angestrebt, was die Analysten von der Commerzbank als „Ausdruck steigender Zuversicht“ bezeichneten. Alles in allem ist die Bank aber optimistisch und hat ihr Kursziel inklusive Kaufen-Votum auf 47,50 Euro hochgesetzt. Andere verbreiten zwar nicht ganz so viel Optimismus, die DZ Bank sieht den „fairen Wert“ der Aktie bei 35 Euro, dennoch dürfte der Wert noch Nachholpotenzial haben. Denn neben dem Börsengang in Russland sollten auch die eingeleiteten Kostenmaßnahmen mehr und mehr greifen. Dementsprechend sprach Olaf Koch vor den Aktionären auch von einem Marathon, den das Unternehmen zu bewältigen habe. Diesen Lauf können auch Sie weiter mitgehen. Sie liegen bei dem Papier (31,82 Euro; DE0007257503) mit 20,5% im Plus.

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Bild: Metro AG
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