Dienstag , 23 Januar 2018
Marktkommentar vom 19.06.2013

Marktkommentar vom 19.06.2013

Richtungslos dümpelt der DAX nun schon seit Wochen vor sich hin. Mal geht es etwas aufwärts, dann wieder abwärts. Ein Trend lässt sich gerade nicht entdecken. Und die heißen Tage dürften dem Handel ebenfalls nicht gut tun. Immerhin gibt es heute Abend deutscher Zeit eine Sitzung der Federal Reserve. Die US-amerikanische Notenbank dürfte zwar keine Entscheidung in Sachen Zinssätzen treffen, allerdings gilt das Motto: Was lässt sich zwischen den Zeilen zur künftigen Zinspolitik herauslesen?

Hohe Erwartungen der Analysten

Deutlich mehr Bewegung als in den Indizes gibt es bei Einzelwerten. Die Bilanzsaison der großen Konzerne haben wir hinter uns gelassen, nun sind die meist kleinen Nebenwerte dran. Die werden zwar nicht rund 30 Mrd. Euro ausschütten wie die Unternehmen im Leitindex, dennoch lassen sich ordentliche Dividendenrenditen erzielen. Wir hatten Sie schon das ganze Jahr auf attraktive Papiere aufmerksam gemacht. Noch wichtiger als die Ausschüttungen sind aber die Ausblicke der Unternehmen, die häufig auf den Hauptversammlungen präzisiert werden. Diese dürften auch einen maßgeblichen Einfluss auf die Analystenschätzungen haben. Denn hier könnte sich entscheiden, wie der Markt bis zum Herbst läuft. Derzeit sind die Erwartungen an die großen und kleine Konzerne recht hoch. Sowohl in New York als auch in London oder Frankfurt wird den Unternehmen ein ordentliches Gewinnwachstum im zweiten Halbjahr unterstellt. Insofern besteht ein gewisses Enttäuschungspotenzial. Allerdings könnten die Analysten auch Ihre Erwartungen über den Sommer hinweg herunterschrauben. Das haben sie so manches Mal getan und schon erlebten wir in den Quartalen darauf positive Überraschungen.

Siemens macht die Tür zu

Unter der Woche bestätigte Siemens, dass es seine Solarsparte schließen will. Das einst teuer und mit großen Erwartungen aufgebaute Geschäft sollte verkauft werden, ein Käufer aber fand sich nicht. Nach Bosch verabschiedet sich damit auch der zweite große deutsche Solarkonzern. Es bleibt wohl den Mittelständlern überlassen, ob es bald überhaupt noch deutsche Solarunternehmen mit Relevanz geben wird. Immerhin scheint Solarworld einen Investor aus Arabien gefunden zu haben, der das Unternehmen vor der Pleite bewahrt. Alles in allem aber war dieser Börsentrend in den meisten Fällen ein Verlustgeschäft für die Anleger. Die Erwartungen waren zu groß und die Technologieführerschaft wurde zu schnell verloren. Dies lag aber nicht nur alleine an den billigen Chinesen.

Gold bleibt ein Wackelkandidat

Der Goldpreis fällt wieder deutlich unter die 1.400 Dollar-Marke. Neues gibt es eigentlich nicht und so erklären sich manche Händler den Kursrutsch mit der Fed-Sitzung am Abend. Mal sehen, was Ben Bernanke zu sagen hat.

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Bild: Martin Kolb / pixelio.de

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