Sonntag , 19 November 2017
Dalradian: Der Schatz liegt in Nordirland

Dalradian: Der Schatz liegt in Nordirland

Eine Goldproduktion in Nordirland ist gar nicht so abwegig wie es sich vielleicht anhört. Die irische Halbinsel ist weltweit noch eine Unbekannte im Edelmetallbergbau, verfügt aber über eine umfangreiche Vergangenheit beim Abbau von Blei und Zink. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Nordirland über einen sehr guten Miningcode verfügt, der bereits seit 1969 bestand hat. Unter dem Code werden in dem kleinen Land, dass zum Vereinigten Königreich gehört, bereits rund 160 Steinbrüche, eine Salzmine und eine kleine Übertage-Goldmine betrieben. Die kanadische Gesellschaft Dalradian Resources (0,91 CAD; CA2354991002) plant nun in dem Land, eine größere Untertage-Goldmine in Betrieb zu nehmen.

Europas größte unentwickelte Lagerstätte

Mit dem Curraghinalt-Projekt verfügt Dalradian über eines der interessanteren Goldprojekte in Europa. Nicht nur in Punkto Infrastruktur sticht das Projekt hervor, auch in Rechtsfragen und beim Thema Investitionssicherheit ist die Lage des Projektes mehr als interessant für Anleger. Leider wird für Nordirland keine eigene Erhebung durchgeführt, doch das Nachbarland Irland liegt, laut der jüngsten Studie des Fraser Institute, auf Platz 4 der bergbaufreundlichsten Länder der Erde. Dalradian besitzt hier 100% der Rechte am Curraghinalt–Projekt und ist bestrebt, dieses in Produktion zu bringen. Die Lagerstätte zählt zu einer der größten und hochgradigsten Vorkommen in Europa. Laut der jüngsten Ergebnisse liegen auf dem Projekt über 3,5 Mio. Unzen Gold verteilt auf alle Kategorien. Wichtig für die Wirtschaftlichkeit des Projektes ist die Tatsache, dass die Wertigkeit bei hohen 10,5 g/t Gold liegt. Das Ziel für 2014 ist es, die Ressource auf 5 Mio. Unzen auszubauen.

Erste Wirtschaftlichkeitsstudie sehr robust

Im Juli 2012 legte das Unternehmen bereits eine erste Wirtschaftlichkeitsstudie („Pre-Economic Assessment Study“) vor. Obwohl die jüngsten Explorationsergebnisse darin nicht enthalten sind, ist diese sehr robust. Basierend auf einem Goldpreis von 1.166 US-Dollar und einem Discount von 8% liegt der Net-Present Value bei 331 Mio. US-Dollar und der IRR nach Steuern bei sehr guten 31,8%. Die Studie geht von einer Jahresproduktion von 145.000 Unzen Gold und einem Minenleben von 15 Jahren aus. Unter diesen Annahmen, könnten die Kosten von 192 Mio. US-Dollar für den Bau der Mine innerhalb von zwei Jahren zurückgezahlt werden. Aktuell plant das Unternehmen einen Bulktest durchzuführen, um weitere Informationen bezüglich der Wertigkeit des Gesteins, der Dicke der Quartzadern und der Kontinuität der Venen zu erhalten. Außerdem kann man dabei Abbaumethoden ausprobieren, die Untertagebedingungen testen und die Metallurgie des Gesteins erneut überprüfen. Die gewonnen Informationen sowie Daten aus dem laufenden Bohrprogramm sollen in eine neue Wirtschaftlichkeitsstudie einfließen mit der wir in Q4 rechnen.

Exzellentes Managementteam und gute Cashposition

Für uns mindestens genauso wichtig wie das Projekt selbst, wenn nicht gar wichtiger, ist das Management eines Unternehmens. Hier sticht Dalradian ebenfalls hervor. Ein Großteil des Teams besteht aus dem ehemaligen Management von Aurelian Resources, die 2008 für 1,2 Mrd. US-Dollar von Kinross übernommen wurde. Ergänzt wird das Team unter anderem durch Sean Roosen, Noch-CEO von Osisko, die aktuell für 3,9 Mrd. US-Dollar von Yamana und Agnico Eagle übernommen werden. Auch Ari Sussmann von Continental Gold ist mit an Bord. Finanziell ist Dalradian ebenfalls gut aufgestellt. Im Februar sammelte das Unternehmen 12,5 Mio. US-Dollar im Zuge einer Bought-Deal Finanzierung ein. Begleitet wurde diese von BMO, Dundee und National Bank. Um jedoch das Bulksampling-Programm komplett zu finanzieren, wird nochmals eine Finanzierung von Nöten sein, wie CEO Patrick Anderson Anfang des Monats auf dem European Goldforum in Zürich auf Nachfrage bestätigte. Dies könnte über den Sommer den Aktienkurs belasten.

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Bild: Dalradian Resources
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