Montag , 11 Dezember 2017
Gold: Nachfrage stabil im ersten Quartal

Gold: Nachfrage stabil im ersten Quartal

Der World Gold Council hat dieser Tage seinen Quartalsbericht zum Goldmarkt vorgelegt. So war im ersten Quartal die Nachfrage nach Gold mit 1.074,5 Tonnen stabil. Interessant ist jedoch, dass sich die Nachfrage insgesamt verschoben hat. So ist die Nachfrage nach Barren und Münzen um 182 Tonnen gesunken. Geringere Mittelabflüsse bei den ETFs konnten dies jedoch angeblich kompensieren. Branchendienste berichten allerdings, dass unter anderem beim größten Gold ETF SPDR Gold Trust die Abflüsse nicht gänzlich stoppten. So sind alleine am 13. Mai 2,39 Tonnen abgezogen worden. Die Nachfrage aus der Industrie und von Zentralbanken war nahezu stabil bzw. ist sogar leicht angestiegen. Im ersten Quartal machte die Schmuckindustrie mit 571 Tonnen rund 50% der Nachfrage aus, ein Anstieg von 3% gegenüber dem Vorjahresquartal und der beste Start seit 2005. Positive Impulse erwarten wir im Jahresverlauf aus Indien, dem bis vor kurzem noch größten Markt für das Edelmetall. Nach dem Ende der Wahlen könnte die neue Regierung die Importzölle und -restriktionen für Gold lockern. Experten rechnen jedoch nicht vor dem Herbst mit einer Anpassung. Stabilität erwarten wir zudem von Seiten der Zentralbanken. Diese haben im Wochenverlauf eine weitere Vereinbarung unterzeichnet, in der sie sich verpflichteten, keine größeren Mengen ihrer Goldreserven zu veräußern. Es gab bisher drei solcher Abkommen, in der Vergangenheit beinhalteten diese jedoch eine explizite Höchstgrenze von zuletzt 400 Tonnen. Diese wurde aus der neuen Vereinbarung gestrichen, so dass die Definition von „größerer Menge“ Ansichtssache ist.

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Bild: Heraeus

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