Samstag , 21 Oktober 2017
Hannan Metals: Zink in Irland – Zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

Hannan Metals: Zink in Irland – Zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

Zink ist eines der Metalle der Stunde. Das wissen aufmerksame Leser des Investor Magazins bereits. Seit dem Tief Ende 2015 hat sich der Preis für eine Tonne auf über 3.000 US-Dollar verdoppelt (siehe Chart unten). Gleichzeitig sind die Lagerbestände an der maßgeblichen London Metal Exchange auf Tiefststände gefallen. Die globalen Vorräte reichen nur noch für wenige Wochen des Bedarfs. Das letzte Mal als diese Situation vorherrschte (2007), stieg der Zinkpreis auf mehr als 4.500 US-Dollar die Tonne. Davon sind wir heute zwar noch ein gutes Stück entfernt. Doch die Makrodaten sprechen für sich. Während die Nachfrage solide zulegt, gibt es Probleme auf der Angebotsseite. So haben etliche Minen in den vergangenen Jahren ihre Türen schließen müssen. Es gab schlicht nicht genug Zink. Gleichzeitig wurde in der Rohstoffbaisse in den Jahren 2011 bis 2015 kaum in die Entwicklung neuer Vorkommen investiert.

LME-zinkpreis_2014_2017

Auch Irland leidet

Irland hat diese Entwicklung zu spüren bekommen. Die Insel ist reich an Basismetallen: Konzerne wie Glencore, Teck Resources oder Boliden fördern hier Zink und andere Basismetalle. Allerdings hat mit Lisheen auch hier eine größere Mine die Produktion herunterfahren müssen. Deshalb brach die irische Zinkproduktion im Jahr 2016 auf nur noch 150.000 Tonnen ein. Ein Jahr zuvor waren es 236.000 Tonnen gewesen. Damit bleibt die grüne Insel zwar vor Schweden der größte Zinkproduzent Europas und der siebtgrößte der Welt. Doch das hilft bei Minenschließungen nicht. Jobs gehen verloren.

Mining seit Königin Viktoria

Aufgrund der großen Historie und dank der hohen Preise wird Irland aber als zinkreiches Land von Explorern wiederentdeckt. Das war schon auf der PDAC in Toronto zu spüren. Dort buhlten viele Firmen mit Projekten von der Insel um die Gunst der Anleger. Das Team vom Investor Magazin hat sich wie so oft selbst auf den Weg gemacht, um einen eigenen Eindruck von der Lage zu bekommen. Vor wenigen Wochen reisten wir an die Westküste Irlands. Ganz in der Nähe von Ennis, nördlich des berühmten Limerick gelegen, hat Hannan Metals die Arbeiten aufgenommen. Das kanadische Unternehmen sicherte sich das Silber-Zink-Blei-Projekt Kilbricken. Und wie so oft steckt auch in diesem über 32.000 Hektar großen Landpaket jede Menge Geschichte. Schon im HannanMetals_bohrkernDH217_20170828viktorianischen Zeitalter gab es eine Mine. 2007 wurde Kilbricken von Belmore Resources wiederentdeckt, später dann brachte Lundin Mining 278 Löcher im Rahmen eines 134.000 Meter umfassenden Bohrprogramms nieder.

Fast zu gut, um wahr zu sein

Lundin sicherte sich auch noch eine Royalty, bevor Hannan das Zepter übernahm. Das Team um Vorstandschef Michael Hudson sorgte auch gleich mal für Schlagzeilen. Mitte Juli bekam Hannan die Ergebnisse des Bohrkerns von Loch DH-217 aus dem Labor zurück. Dieses Bohrloch war im Rahmen eines Step-Out- und Ressourcen-erweiterungsprogramms niedergebracht worden. Die vorgelegten Ergebnisse lieferten in einer Tiefe von 528 Metern über eine Länge von 3,2 Metern 8,4% Zinc und 72,8% Blei (siehe Bild rechts). Dieser Bohrkern brachte es also auf einen Metallgehalt in dem Abschnitt von 81,2%. Das war erstaunlich. So erstaunlich, dass die Aktie kurzzeitig vom Handel ausgesetzt wurde und die kanadische Regulierungsbehörde IIROC ganz genau nachrechnen musste, ob das auch stimmt. Man traute diesen Ergebnissen einfach nicht. Am Ende erwies sich der Inhalt aber als real.

Ressource liegt bereits vor

Dieses Explorationsergebnis deutet daraufhin, dass es sich bei Kilbricken um ein hochgradiges Vorkommen handeln könnte. Das würde für niedrige Kosten und einen hohen Ausstoß sprechen. CEO Hudson bleibt aber lieber auf dem Teppich. Der erfahrene Geologe, der sich u.a. zehn Jahre lang bei Pasminco die Zink-Sporen verdiente, kann heute auf eine Ressource von 2,7 Mio. Tonnen mit 8,8% Zinkäquivalent in der „indicated“- und 1,7 Mio. Tonnen mit 8,2% Zinkäquivalent in der „inferred“-Kategorie blicken. Das sind keine hochgradigen Werte, aber keinesfalls zu missachten. Hudsons mittelfristiges Ziel ist es, aus Kilbricken eine Ressource mit 10 Mio. Tonnen bei 10% Zinkgehalt zu machen. Dazu investiert Hannan mächtig in die laufenden Bohrprogramme. In den Monaten Juli und August war man mit einem Team aktiv, dass wir selbst vor Ort bei der Arbeit beobachten konnten. Wie das Unternehmen jüngst vermeldete, wird nun ein zweites Bohrteam hinzustoßen und die Arbeiten aufnehmen. Insgesamt umfasst das laufende Programm 8.500 Bohrmeter. Die Arbeiten werden bis zum ersten Quartal 2018 andauern. Ein laufender Newsflow für HannanMetals_Drilltea_20170828die Aktie ist somit garantiert. Zusammen mit den historischen Daten dürften dann Hudson und sein schwedischer Chef-Explorer Lars Dahlenborg ein gutes Bild vom Verlauf der Mineralisierung haben. Ob das fantastische Bohrloch DH-217 eine Ausnahme war oder hier eine höhergradige Mineralisierung vorliegt, wird man dann vielleicht schon beurteilen können.

Rahmenbedingungen stimmen

Bei solchen Projekten stellt sich immer die Frage: eine Mine selbst bauen oder verkaufen? In diesem Fall dürfte es auf Letzteres hinauslaufen. Dazu muss Hannan aber auch das „10% in 10 Mio. Tonnen“-Ziel erreichen. Nur mit solchen Werten ist das Unternehmen ein Übernahmekandidat. Denn im Geschäft mit Basismetallen sind nur große Vorkommen von Interesse. Die Infrastruktur ist im kleinen irland übrigens kein Problem, das Straßennetz ist auch im Westen gut ausgebaut, Strom ist vorhanden. Und auch beim Minenbau selbst und den Genehmigungen sollte es keine allzu hohen Hürden geben. Irland gehört laut dem Fraser Institute zu den zehn Jurisdiktionen dieser Welt mit den besten Rahmenbedingungen für Mining. Kilbricken liegt in einer ländlichen, dünn besiedelten Region. Aktuell müssen die irischen Mitglieder des Teams die Bauern davon überzeugen, auf ihrem Land die Explorationsarbeiten zu erlauben. Die meisten lassen sich darauf ein, nur bei drei von rund 70 Anfragen bekamen die Hannan-Leute ein „No“ zu hören, wie uns gesagt wurde. Wer zustimmt, erhält übrigens 500 Euro auf die Hand.

Aktie  für Aufkäufer?

Aktuell kommt Hannan Metals (Kürzel: HAN) auf einen Börsenwert von rund 13 Mio. CAD. Zu den 40,2 Mio. ausstehenden Aktien gesellen sich 1,7 Mio. Optionen sowie 11 Mio. Warrants. Das Papier konsolidierte nach dem jüngsten Anstieg. Das Jahreshoch lag aber mit 0,50 CAD deutlich höher. Der Wert ist eine spekulative Alternative zu den sonst von uns vorgestellten Goldexplorern. Den Wert werden wir in Erwartung weiterer Bohrergebnisse  zunächst auf die Beobachtungsliste setzen. Tipp: Sie können sich kostenlos und unverbindlich für das Investor Magazin anmelden. Dann senden wir Ihnen unsere Analysen und Aktienbesprechungen jede Woche bequem in Ihr E-Mail-Postfach. Die Anmeldung ist jederzeit kündbar, Ihre Daten werden keinesfalls an externe Dritte weitergegeben.

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Bildquelle: TK News Services UG (haftungsbeschränkt)

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