Montag , 16 Juli 2018
Anleiheemission: Immobilienentwickler UBM will 150 Mio. Euro einsammeln

Anleiheemission: Immobilienentwickler UBM will 150 Mio. Euro einsammeln

deutschen Kapitalmarkt. Die österreichische Immobiliengesellschaft emittiert eine Anleihe (AT0000A185Y1) im Volumen von bis zu 150 Mio. Euro. Dem Anleger werden 4,875% als Jahreszins geboten, die Laufzeit beträgt fünf Jahre, die Zeichnungsphase beginnt am heutigen Mittwoch. In einem ersten Schritt wurden im Rahmen eines Umtauschangebots für eine ältere Teilschuldverschreibung bereits 71,1 Mio. Euro eingesammelt. Dabei ist UBM kein No-Name. Hinter der börsennotierten Gruppe stecken mit der Porr AG (41,8%) und CA Immo (25%) zwei namhafte Player aus dem Immobilien- und Baugeschäft. Im vergangenen Jahr brachte es das Unternehmen auf eine Gesamtleistung von 286,7 Mio. Euro, vor Steuern (EBT) wurde ein Gewinn von 17,8 Mio. Euro erwirtschaftet. Überhaupt war UBM in den vergangenen 20 Jahren immer EBT-positiv. Auch die aktuelle Eigenkapitalquote von 26% ist solide. UBM verfügt über ein breites Portfolio an Projekten und Hotelbeteiligungen. Die Kernmärkte des Unternehmens sind Deutschland und Österreich sowie Polen und die Tschechische Republik. Hier soll auch ein Teil des Emissionserlöses investiert werden, wie Vorstandschef Karl Bier im Telefonat mit dem Investor Magazin sagte. Aktuell entwickelt die Gesellschaft Wohnprojekte in Deutschland sowie Büroflächen in Polen.

Chancen und Risiken

Die Anleihe ist für Privatanleger durchaus attraktiv. Der Kupon von 4,875% spiegelt dabei die Chancen und Risiken eines Investments wider. Für UBM spricht die lange Unternehmenshistorie, die Gesellschaft ist bereits seit dem Jahr 1873 börsennotiert. Daher kann man auch auf einen langen Track Record verweisen. Zudem arbeitete UBM selbst während der heißen Phase der Finanzkrise profitabel. Neben den vier Kernmärkten ist das Unternehmen in weiteren West- wie Osteuropäischen Ländern aktiv, hat dadurch ein breit diversifiziertes Tätigkeitsfeld und kann bei Einzelprojekten auch auf das Netzwerk und die Erfahrung der beiden Großaktionäre zurückgreifen. Gegen die Anleihe spricht, dass es kein Rating gibt. Zudem sind Immobilienprojekte stets mit Risiken behaftet.

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Bild: UBM Realitätenentwicklung
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