Dienstag , 20 November 2018
Freenet: Der Sturm ist abgezogen

Freenet: Der Sturm ist abgezogen

Das tat richtig weh! Die Freenet-Aktie (20,70 Euro; DE000A0Z2ZZ5) verlor zwischen Mitte Juli und Mitte August bis zu 25%. Dieser Ausverkauf lässt sich nicht nur mit dem schlechten Umfeld begründen. Mitverantwortlich ist wohl auch JP Morgan, dass laut Stimmrechtsmitteilungen seine Position abbaute. Weiter war es auch nicht hilfreich, dass die Hanseaten ihre Umsatzziele kappten. Zwar liegt das vor allem daran, dass man im margenschwachen Handelsgeschäft weiter abbaut. In einer schwierigen Marktlage ist solch eine Meldung natürlich ein Sargnagel, denn Verkäufe führen dann zu weiteren Verkäufen.

Wir schalteten letzte Woche bei der Aktie dann um und rieten Ihnen bereits zum Kauf. Ähnlich dachten wohl auch die Manager bei der Deutsche Bank-Tochter Deutsche Asset & Wealth Management Investment, die ihren Anteil auf 3,41% aufstockte. Alles in allem dürfte das eine richtige Entscheidung gewesen sein, ist doch Freenet einer der verlässlichsten Dividendenzahler der vergangenen Jahre. Eine Dividendenkürzung, wie manche auf dem Parkett munkelten, wird es nicht geben.

Operativ gibt es am zweiten Quartal übrigens wenig auszusetzen. Freenet steigerte den Kundenbestand um 3,3% auf 8,84 Mio. und konnte das EBITDA leicht um 2,9% auf 87,6 Mio. Euro verbessern. Der Free Cashflow legte gar um 5,4% auf 74,2 Mio. Euro zu. Umsatzseitig machte sich bereits die Reduzierung des Hardware-Handelsgeschäfts bemerkbar. So gingen die Einnahmen von 809,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 727,2 Mio. Euro zurück. Mit Blick auf die positive Entwicklung hat der Vorstand die Prognosen für 2014 und 2015 bestätigt. Demnach soll ein EBITDA von rund 365 Mio. bzw. 370 Mio. Euro erwirtschaftet werden.

Wir rechnen für dieses Jahr mit einem Gewinn je Aktie von knapp unter 2 Euro. 2015 dürfte ein Schnaps mehr drin sein. Die Bewertung sehen wir mit einem KGV zwischen 10 und 11 als attraktiv an. Dazu gibt es eine Dividendenrendite, die wir aktuell bei rund 7% sehen.

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Bild: Freenet
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