Dienstag , 22 August 2017
Rockhaven: Es gibt noch Leben im Yukon

Rockhaven: Es gibt noch Leben im Yukon

Als wir am gestrigen Dienstag unsere Erstvorstellungvorbereiteten, notierte die Aktie von Rockhaven Resources bei 0,27 CAD. Im Laufe des Nachmittags veröffentlichte der renommierte Northern Miner einen Bericht von einem Projektbesuch und die Aktie schloss in Toronto satte 25% höher. Schade! – 2013 wird als totes Jahr in die Explorationsgeschichte des Yukon eingehen. Nach einem wahren Boom in Folge des Verkaufs von Underworld an den Bergbauriesen Kinross im Jahr 2010, wurde es auf Grund der schwierigen Marktlage ruhig im Nordwesten Kanadas. Nur wenige Firmen verfügten über ausreichend Kapital, um schweres Bohrgerät auf die teilweise nur per Helikopter erreichbaren Projekte zu fliegen. Doch wahre Explorer lassen sich davon nicht unterkriegen. Statt teure Kernbohrungen durchzuführen, konzentrierte man sich auf die Explorationsbasics, wie zum Beispiel Schürfprogramme und die Entnahme von Bodenproben. Es wurden die Grundlagen geschaffen, um zu einem späteren Zeitpunkt, die Bohrer noch genauer zu platzieren. Dass diese Art der Exploration zwar länger dauert, aber nicht minder erfolgreich ist, zeigt Rockhaven Resources (0,33 CAD; CA77340P1018).

Schürfprogramme legen Basis

2013 war auch für den kanadischen Junior-Explorer Rockhaven kein leichtes Jahr. So konnte man im letzten Jahr nur 500.000 CAD am Markt einsammeln. Während die meisten anderen Juniors ihre letzten Cent für die Aufrechterhaltung ihrer Notierung an der Börse in Toronto investierten, nutzte Rockhaven das Kapital, um ein durchaus erfolgreiches Schürfprogramm durchzuführen. 71,4 Gramm pro Tonne Gold und 1.310 Gramm pro Tonne Silber über eine Länge von 2,25 Metern sind beachtlich. CEO Matt Turner bezeichnete während eines Telefonats mit der Redaktion 2013 als „Turning Point“ in der Unternehmensgeschichte. Die Schürfprogramme bestätigten die Kontinuität der Mineralisierung sowie die Bonanza-Grade auf dem Projekt. Die gewonnen Daten lieferten eine ideale Ausgangsbasis für die 2014er Saison, in der wieder gebohrt werden sollte, sofern das nötige Geld von Investorenseite locker gemacht wird.

Gelegenheitsfenster genutzt

Anfang 2014 hellte die Stimmung am Markt auf. Nach Weihnachten sahen wir eine kurzfristige, jedoch massive Erholung bei den Explorationswerten mit Kurssprüngen von bis zu 80% und mehr. Auch einige unserer Empfehlungswerte, wie Corvus Gold, konnten profitieren. Rockhaven nutzte dieses nur wenige Wochen offene Fenster, um erfolgreich eine Finanzierung in Höhe von 3 Mio. CAD abzuschließen. Anfang Juni begann Rockhaven mit einem 12.000m Bohrprogramm. Mitte Juli meldeten die Kanadier erste Bohrergebnisse von bis zu 62,76 g/t Goldäquivalent. Zwei Wochen später folgten weitere Ergebnisse aus dem Labor von bis zu 74,26 g/t Goldäquivalent. Die Trefferquote der Bohrungen liegt bei 95%. Basierend auf den Ergebnissen fiel es Turner leicht, seine Investoren zu bitten, ausstehende Warrants in Aktien umzuwandeln. So nahm man zusätzliche 1,245 Mio. CAD ein und verlängerte kurzerhand das Bohrprogramm um 9.000m. Aktuell sind drei Bohrer auf dem Projekt aktiv, in gut einer Woche sollen die geplanten 21.000m niedergebracht sein, so dass wir über den Herbst mit weiteren Ergebnissen rechnen dürfen. Nach Ende der Bohrsaison plant Vorstandschef Turner noch rund 1 Mio. CAD in der Kasse zu haben, um bis Januar eine erste Ressourcenschätzung präsentieren zu können.

Metallurgie und Infrastruktur machen Sache rund

Neben der bereits erwähnten, sehr guten Mineralisierung, lässt sich das Gestein zudem sehr gut verarbeiten. Erste metallurgische Tests weisen eine Gewinnungsrate von bis zu 98% aus. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass das Projekt eines von wenigen ist, dass mit dem Auto erreichbar kann. Ein enormer Kostenvorteil nicht nur während der Explorationsphase, sondern auch später, wenn es zum Bau einer Mine kommen sollte.

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Bild: Rockhaven Resources
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