Sonntag , 22 Oktober 2017
Q1 Entertainment drängt aufs Parkett  und auf den deutschen Lottomarkt

Q1 Entertainment drängt aufs Parkett und auf den deutschen Lottomarkt

Einst war das Leben ganz einfach. Am Samstagabend nach der Sportschau blieben die Glücksritter Deutschlands am Fernseher dran und verfolgten live die Ziehung der Lottozahlen. Ein jeder hatte seinen Lottoschein zur Hand und hoffte auf das große Glück. Inzwischen spielt dieses Ritual keine Rolle mehr. Die Lottoziehung wird aus Sorge vor technischen Pannen schon lange nicht mehr live ausgestrahlt. Und neben den klassischen Lotterien „6 aus 49“ und „Spiel 77“ haben sich weitere Produkte am Markt etabliert. Die Angebote reichen von der „Glücksspirale“ über die „Super 6“, Umwelt- und Sportlotterien, dem „Euro Jackpot“ bis zu internationalen Events wie den „Euro Millions“, eine in mehreren Ländern veranstaltete Lotterie. Und vor allem haben sich die Jackpots verändert. War es einst etwas Besonderes, wenn auf den Gewinner 10 Mio. Euro warteten, so ist dieser Betrag heute Teil des regulären Angebots beim freitäglichen „Euro Jackpot“. Bei der internationalen „Euro Millions“-Ziehung warten sogar regelmäßig dreistellige Millionenbeträge auf den oder die Gewinner!

Das Glücksbusiness boomt

Heute boomt das Geschäft mit dem Glück, offenbar wollen immer mehr Menschen die Flucht aus dem Hamsterrad mit einem Schlag erreichen! Die Zahl regelmäßiger Lottospieler wird in Deutschland auf rund 18 Millionen geschätzt. In den vergangenen zehn Jahren hat sich zudem das einst staatlich dominierte Geschäft verändert. Die Märkte öffneten sich mit dem Siegeszug des Internets auch für private Anbieter. Damit nahm auch das Marktvolumen deutlich zu. So lag allein das Spielvolumen des Deutschen Lotto- und Totoblocks im Jahr 2014 bei rund 3,6 Mrd. Euro. Der Gesamtmarkt für Glückspiele in Deutschland inklusive Sportwetten, Automatenspiele und Casinos liegt im zweistelligen Milliardenbereich, Tendenz steigend. Dabei ist Deutschland bei Weitem kein großes Lottoland. In Europa sind die Italiener Spitzenreiter. Sie setzen jährlich rund 350 Euro pro Kopf ein, in Spanien sind es ca. 263 Euro. Länder wie Frankreich (60 Euro) und Deutschland (80 Euro) liegen klar zurück. Mittelfristig wird auch hier mit einem weiteren Wachstum gerechnet. So gibt es Prognosen, die den deutschen Markt 2020 auf rund 12 Mrd. Euro taxieren. Besonders stark wächst mit rund 30% pro Jahr das Online-Segment, auf das dann weit mehr als eine Milliarde Euro entfallen dürften.

Ausbau des Deutschlandgeschäfts

Aufgrund dieser Wachstumsaussichten drängt mit Q1 Entertainment ein neuer Anbieter verstärkt in den Markt. Die Gesellschaft mit Sitz in London ist bereits mit einer deutschen Betreibergesellschaft auf dem staatlichen Lotteriemarkt unterwegs. Nun plant das Unternehmen den Börsengang an der Euronext in Paris. Neben dem deutschen Markt ist Q1 ab dem vierten Quartal 2016 auch im attraktiven Spanien unterwegs. In Frankreich, Griechenland und Italien soll der Startschuss im ersten Quartal 2017 erfolgen. Einen der Schwerpunkte soll aber der deutsche Markt bilden, wo man mit einer staatlich lizenzierten Betreibergesellschaft in den nächsten Jahren kräftig wachsen will. Die Planungen von Vorstandschef und Großaktionär Thomas van Rooij, der knapp 30% der Anteile hält, sehen ein Umsatzwachstum auf mehr als 7 Mio. Euro bis zum Jahr 2020 vor. Noch dynamischer allerdings soll es im Ausland zugehen. Allein in Italien plant man für 2017 mit einem Gesamtumsatz von mehr als 7 Mio. Euro. Im Konzern sollen im kommenden Jahr mehr als 20 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Eine genaue Abschätzung der möglichen Gewinne ist schwer möglich, da in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedliche Provisionen für die Vermittlung von Lotteriescheinen bezahlt werden. Sie liegen zwischen 6,25% und mehr als 20%. Aufgrund der hohen Skalierbarkeit des Geschäftsmodells wird aber schon 2017 mit schwarzen Zahlen gerechnet. Q1 betont seine äußerst schlanke Unternehmensstruktur. Die Q1-Aktie (ISIN: GB00B55YJ599) sollten Anleger daher im Fokus behalten. Nach dem Börsengang im Dezember in Paris ist eine marktnahe Bewertung des Werts möglich, daher sollten Investoren bei diesem Unternehmen noch einmal genau hinsehen.

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Bildquelle: Q1 Entertainment

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