Montag , 11 Dezember 2017
Aumann AG: Hier „brummt“ der Elektromotor

Aumann AG: Hier „brummt“ der Elektromotor

„Der vielleicht heißeste Börsengang des Jahres!“ So hatten wir diesen März unsere Analyse zum Börsengang der Aumann AG betitelt (siehe hier). Und damit lagen wir wahrlich nicht falsch. Die Aktie des Anbieters von Maschinen für die Produktion von Motoren und Spulen für elektrisch angetriebene Fahrzeuge ist geradezu durchgestartet. Die Papiere wurden zum IPO für 42 Euro das Stück zugeteilt, der erste Kurs an der Frankfurter Börse lag bei 48,20 Euro. Wer damals das Glück hatte, berücksichtigt zu werden und dabeigeblieben ist, schaut heute auf eine Performance von fast 100% zurück. Die Papiere notieren aktuell bei knapp 80 Euro, der Börsenwert liegt inzwischen bei mehr als 1,1 Mrd. Euro.

Der E-Auto-Boom kommt

Vergangene Woche lud das Unternehmen mit Standorten in Beelen und Espelkamp zum Investors Day. Das Investor Magazin war vor Ort und ist durchaus beeindruckt. „Bei uns brummt das Geschäft.“ Diese Aussage von Vorstandschef Rolf Beckhoff darf man ruhig ernst nehmen. Die deutsche Automobilindustrie hat auf der gerade abgelaufenen Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt klar gemacht, dass sie den Wettbewerb mit den neuen Konkurrenten wie der chinesische BYD oder dem US-Pionier Tesla nun endlich aufnimmt. Reihum von Volkswagen über Daimler bis BMW hat jeder seine Vorstellungen von der elektrischen Zukunft des Autos präsentiert. Und nun geht es um den Umbau der Industrie; nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. Gebraucht werden andere Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder auch deutlich mehr Kupfer für die Batterien. Das Ganze muss verpackt werden, sitzt die Batterie doch unter den Insassen. Aber auch der Motor selbst ist ganz anders aufgebaut und unterscheidet sich gravierend vom herkömmlichen Verbrennungsmotor. Diese Transformation in einer der größten Branchen treibt die Kunden in die Werkshallen von Aumann in den nordöstlichen Zipfel von Nordrhein-Westphalen.

Technologieführerschaft

In dieser Form gibt es das Unternehmen erst seit Kurzem. Die MBB Fertigungstechnik, eine Tochter der börsennotierten Beteiligungsgesellschaft MBB, hatte die Anteile an der Aumann Winding and Automation Gruppe 2015 übernommen. AumannAG_Kaffeetasse_logoMBBFertigungstechnikZusammen bieten sie neben dem klassischen Zulieferergeschäft wichtige Bausteine für das Elektroauto an. So produziert man einerseits Spulen für die Motoren. Hier stehen die Kunden, vor allem große Autozulieferer, Schlange. Und sie drängeln, wie es Co-CEO Ludger Martinschledde ausdrückte. Denn nun will jeder OEM mit Wucht in den Markt und seinen Kunden, den Autoherstellern, die modernen Motoren möglichst schnell anbieten können. Momentan kann Aumann, das sich in diesem Bereich als Technologieführer sieht, daher Rosinenpicken betreiben. Dieses Wort würde Sebastian Roll zwar nicht verwenden, dennoch ließ der Finanzvorstand durchblicken: derzeit kann Aumann aus den vielen Anfragen die strategisch wichtigen und margenträchtigeren Aufträge wählen und abarbeiten. Ähnlich ist es bei Spezialmaschinen und Fertigungslinien für die Herstellung von automobilen Energiespeichersystemen und Hybridmodulen sowie kompletten elektrischen Antriebssträngen. Auch hier sieht man sich in der Pole Position.

Übernahmen im Blick

Das ist wohl auch der Grund, warum sich das Management-Team derzeit nicht nur um Kunden und Projekte kümmern muss, sondern jede Menge Due Dilligence betreibt. Beckhoff und Co. halten Ausschau nach einem Übernahmeziel. Im besten Fall kann man auf diesem Weg die Kapazitäten ohne allzu größeres Risiko ausbauen bzw. Aufträge entsprechend auf neue Ressourcen umleiten. Namen wurden natürlich nicht genannt, aber man befindet sich wohl in einem intensiven Auswahlprozess. Durch den IPO ist die Kriegskasse jedenfalls gefüllt.

Umkehrung der Erlösanteile

Fakt ist aber auch, dass das E-Mobility-Segment aktuell nur für rund 25% der Einnahmen steht und drei Viertel aus dem Classic-Geschäft stammen. In Letzterem werden Spezialmaschinen und Fertigungslinien für Branchen wie Automotive, Luft- und Raumfahrt, Schienenverkehr, Verbraucherelektronik, Landwirtschaft oder Cleantech hergestellt. Zu den Kunden gehören namhafte Unternehmen wie Siemens, Boeing, Vorwerk oder Senvion. Dieses Umsatzverhältnis will Beckhoff umkehren, das hatte er schon zum Börsengang angekündigt. Mit Maschinen für den E-Automarkt verspricht man sich mehr Wachstum. Im Prinzip kann Aumann in den nächsten Jahren die Grundlagen für hohe Marktanteile in einem Zukunftsmarkt schaffen. Im Umkehrschluss sorgt das Classic-Segment für eine Absicherung. Denn niemand weiß heute, wie schnell sich das Elektroauto durchsetzt.

Der Blick auf die Zahlen

2016 kam die Gruppe auf Einnahmen von 156 Mio. Euro. Dieses Jahr sollen es laut Analysten bereits 213,4 Mio. Euro werden. Und für das kommende Geschäftsjahr wird mit fast 280 Mio. Euro gerechnet. Die Gewinne sollen mitwachsen. Analysten sehen nach 0,91 Euro im vergangenen Jahr nun einen Sprung auf 1,35 Euro je Aktie. 2018 sollen es dann 1,96 Euro je Aktie werden. Aumann macht also Gewinne, was man nicht über jeden Pionier in diesem Business sagen kann.

Hohes Wachstum, hohe Bewertung

Wie immer bei solchen Aktien ist die Bewertung aber nicht ohne. Aktuell kommt Aumann auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 60, auf 2018er Basis sind es immer noch stolze 40. Das KUV liegt grob bei 5. Auf der anderen Seite ist das Wachstum beeindruckend und es bietet sich für Anleger die Chance, immer noch vergleichsweise frühzeitig in einen möglichen Gewinner des stürmisch wachsenden Marktes für Elektroautos zu investieren. Zudem ist mit MBB (Anteil: 53,6%) weiterhin der Großaktionär an Bord. Die Truppe um Gründer Christof Nesemeier hat schon oft den richtigen Riecher bewiesen. Und das das Geschäft an Dynamik gewinnt, zeigen die Auftragseingänge. Wie Sie bei der Aumann-Aktie nun vorgehen sollten, lesen Sie in der neuesten Ausgabe des Investor Magazins! Tipp: Sie können sich kostenlos und unverbindlich für das Investor Magazin anmelden. Dann senden wir Ihnen unsere Analysen und Aktienbesprechungen jede Woche bequem in Ihr E-Mail-Postfach. Die Anmeldung ist jederzeit kündbar, Ihre Daten werden keinesfalls an externe Dritte weitergegeben.

Das könnte Sie auch interessieren:

Site Visit Report: Red Pine Exploration: Hoffen auf den nächsten Goldrausch
Site Visit Report: Hannan Metals‚ Zinkprojekt in Irland
Site Visit Report: Vor Ort bei Northern Vertex
Silber: Die größten Produzenten nach Ländern und Unternehmen
Die größten zehn Goldvorkommen der Welt!
Die zehn günstigsten Goldminen der Welt!

Bildquelle: TK News Services UG (haftungsbeschränkt)

Disclaimer: bitte unbedingt lesen!
Risikohinweis: Die hier getätigten Besprechungen stellen grundsätzlich keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten da. Konsultieren Sie vor etwaigen Anlageentscheidungen bitte in Deutschland oder anderen Ländern gesetzlich zugelassene Berater bei Banken und Finanzdienstleistern. Die TK News Services UG (haftungsbeschränkt) als Herausgeber des Investor Magazins weist darauf hin, dass der Erwerb von Wert- und Schuldpapieren jeglicher Art hohe Risiken birgt, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der TK News Services UG und ihre Autoren veröffentlichten Informationen auf dieser Webseite beruhen auf sorgfältiger Recherche mit Quellen, die zum Zeitpunkt der Erstellung für zuverlässig und vertrauenswürdig gehalten werden. Obwohl die in den Analysen und Markteinschätzungen enthaltenen Wertungen und Aussagen mit der angemessenen Sorgfalt erstellt wurden, übernehmen wir keinerlei Verantwortung oder Haftung für Richtigkeit, Fehler, Genauigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit der dargestellten Sachverhalte, Versäumnisse oder falsche Angaben. Dies gilt ebenso für alle von unseren Gesprächspartnern in Gesprächen und Interviews geäußerten Darstellungen, Zahlen, Planungen und Beurteilungen sowie alle weiteren Aussagen bezüglich Wert- und Schuldpapieren jeglicher Art. Die Hintergrundinformationen, Markteinschätzungen und Wertpapieranalysen, die das Investor Magazin auf seiner Webseite, per Mail und/oder im Börsenbrief veröffentlicht und teilweise über soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook verbreitet, stellen weder ein Kauf- oder Verkaufsangebot für die behandelten Wertpapiere noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren im Allgemeinen dar. Die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der Ausführungen bzw. der Aktienbesprechungen für die eigene Anlageentscheidung möglicherweise resultieren können, wird kategorisch ausgeschlossen. Wir geben zu bedenken, dass Aktien grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Jedes Geschäft mit Optionsscheinen, Hebelzertifikaten oder sonstigen Finanzprodukten ist sogar mit äußerst großen Risiken behaftet und kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals oder darüber hinausgehende Verluste führen. Aufgrund von politischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Veränderungen kann es zu erheblichen Kursverlusten, im schlimmsten Fall zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der TK News Services UG (haftungsbeschränkt) und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers.
Grundsätzlicher Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte gemäß Paragraph 34 WpHG i.V.m. FinAnV: Die TK News Services UG (haftungsbeschränkt) oder Mitarbeiter, Berater und freie Redakteure des Unternehmens können jederzeit Aktien an allen im Informationsangebot des Investor Magazins vorgestellten Unternehmen halten, kaufen oder verkaufen. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Wertpapiertransaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Zudem wird die TK News Services UG (haftungsbeschränkt) regelmäßig damit beauftrag, Werbetexte für Unternehmen zu erstellen. Hierfür erhält der Betreiber dieses Informationsangebots eine Vergütung, Daher ist eine unabhängige Berichterstattung in diesen Fällen nicht möglich und wird auch nicht angestrebt. Wenn die TK News Services UG (haftungsbeschränkt) eine Vergütung in welcher Form auch immer für einen Artikel erhält, ist dieser Artikel, neudeutsch „Advertorial“ genannt, entsprechend gekennzeichnet. Zudem wird die TK News Services UG (haftungsbeschränkt) auch alle Artikel über Unternehmen kennzeichnen, an der sie selbst oder Mitarbeiter, Berater und freie Redakteure des Unternehmens Anteile halten.
Symmetrien: Die TK News Services UG (haftungsbeschränkt) als Betreiber dieses Informationsangebots weist darauf hin, dass durch gleichzeitige Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen verschiedener Börsenmedien, Analysten oder weiterer Beteiligter am Finanzmarkt der Kurs der besprochenen Wert- und Schuldpapiere positiv als auch negativ beeinflusst werden kann. Die TK News Services UG (haftungsbeschränkt) als Herausgeber kann auf die Empfehlungen und Besprechungen der genannten Gruppen keinen Einfluss nehmen.
Keine Finanzanalyse: Die TK News Services UG (haftungsbeschränkt) als Herausgeber des Investor Magazins weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei den Besprechungen in diesem Informationsangebot um keine Finanzanalysen nach deutschem Kapitalmarktrecht handelt, sondern um journalistische und/oder werbliche Texte. Sie erfüllen deshalb nicht die Anforderungen zur Gewährleistung der Objektivität von Anlagestrategieempfehlungen bzw. Anlageempfehlungen.
Geographische Eingrenzung: Die Nutzung dieses Informationsangebots ist ausschließlich natürlichen Personen vorbehalten, die ihren dauerhaften Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Allen anderen natürlichen oder juristischen Personen oder Personengruppen ist die Nutzung, wie auch der Zugang zu dieser Webseite nicht gestattet. Diese Einschränkung gilt für alle im Ausland lebenden natürlichen und juristischen Personen oder Personengruppen, insbesondere Staatsbürgern der USA, Kanadas, Australiens oder Großbritanniens. Die Informationen auf dieser Webseite dürfen weder direkt noch indirekt in die USA, Großbritannien, Australien oder Kanada oder an Personen und Personengruppen, die ihren Wohnsitz in Kanada, USA, Australien oder in Großbritannien haben, übermittelt werden, noch in deren Territorium gebracht oder dort verteilt werden.
Urheber- und Leistungsschutzrechte: Die auf der Investor Magazin-Webseite und des Investor Magazin-Börsenbrief und auf anderen Medien (z.B. E-Mail, Twitter, Facebook) veröffentlichten Inhalte unterliegen dem deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht. Jede vom deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht nicht zugelassene Verwertung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters oder jeweiligen Rechteinhabers. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Bearbeitung, Übersetzung, Einspeicherung, Verarbeitung bzw. Wiedergabe von Inhalten in Datenbanken oder anderen elektronischen Medien und Systemen. Inhalte und Rechte Dritter sind dabei als solche gekennzeichnet. Die unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe einzelner Inhalte oder kompletter Seiten ist nicht gestattet und strafbar. Lediglich die Herstellung von Kopien und Downloads für den persönlichen, privaten und nicht kommerziellen Gebrauch ist erlaubt. Links zur Website des Anbieters sind jederzeit willkommen und bedürfen keiner Zustimmung durch den Anbieter der Website. Die Darstellung dieser Website in fremden Frames ist nur mit schriftlicher Erlaubnis zulässig. Sollten Sie etwaige Verstöße bemerken, bitten wir Sie uns darauf hinzuweisen. Beachten Sie bitte: Der Inhalt unserer Artikel, Mails oder anderweitiger Veröffentlichungen im Börsenbrief oder sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook ist ausschließlich für den oder die bezeichneten Adressaten bestimmt. Wenn Sie nicht der Adressat dieser Artikel, Mails oder anderweitiger Veröffentlichungen im Börsenbrief oder sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook oder dessen gesetzlicher Vertreter sein sollten, beachten Sie bitte, dass jede Form der Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts dieser Artikel, Mails oder anderweitiger Veröffentlichungen im Börsenbrief oder sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook unzulässig ist. Verfälschungen des ursprünglichen Inhalts dieser Nachricht bei der Datenübertragung können grundsätzlich  nicht ausgeschlossen werden.

Nach oben scrollen