Mittwoch , 18 Oktober 2017
Aktie der Woche: Atlantic Gold – Jetzt gilt es eine  Goldmine zu bauen!

Aktie der Woche: Atlantic Gold – Jetzt gilt es eine Goldmine zu bauen!

Bei den Explorationsgesellschaften trennt sich ab einem gewissen Zeitpunkt die Spreu vom Weizen. Nicht viele schaffen es, selbst eine Mine in Produktion zu bringen, da einfach die Expertise fehlt. In der Vergangenheit konnten wir bereits mehrfach deutliche Erfolge mit Empfehlungen von Unternehmen feiern, die ein Projekt erfolgreich finanzieren und dann auch entwickeln bzw. in Produktion bringen konnten. Jüngstes Beispiel war sicherlich die Übernahme von True Gold Mining durch Endeavour Mining, die uns ein sattes Plus bescherte. Aber auch die Aktie von Red Eagle Mining (Bau einer Goldmine in Kolumbien, Produktionsbeginn H2 2016), lässt uns derzeit auf Kursgewinne von exakt 200% blicken.  Es liegt daher nahe, dass wir die Augen nach Unternehmen offen halten, die sich in einem ähnlichen Stadium befinden. Bereits seit November 2015 beobachten wir daher intensiv die Geschicke von Atlantic Gold.

Es besteht nur noch ein Risiko

Atlantic Gold besitzt eine Reihe an Entwicklungsprojekten im Nordosten Kanadas, genauer gesagt in der Provinz Nova Scotia an der Atlantikküste. Der aktuelle Fokus liegt auf dem Moose River-Komplex, der aus den Projekten Touquoy Gold und Beaver Dam besteht. Geplant ist es eine zentrale Verarbeitungsanlage zu errichten, die in Zukunft von mindestens drei Minen beliefert werden soll. Den Anfang wird Touquoy Gold machen. Für das Teilprojekt liegen alle notwendigen Genehmigungen vor, vermisst wurde in der Vergangenheit nur die Finanzierung.

Ende letzter Woche konnte man auch diese Baustelle schließen. Am Freitag meldete man den Abschluss einer 27,9 Mio. CAD Equity-Finanzierung. Atlantic Gold gab hierfür 46 Mio. neue Aktien zu 0,60 CAD aus. Insbesondere bestehende Aktionäre zeichneten, allen voran Beedie Investments aus Vancouver. Man beteiligte sich mit weiteren 11,6 Mio. CAD und hält jetzt insgesamt rund 30% am Unternehmen. Neben der Equity-Komponente sicherte sich das Management um CEO Steven Dean 115 Mio. CAD von der Macquarie Bank und Caterpillar Financial, einer Tochter des US-Baumaschinenherstellers. Allerdings hat man sich dazu verpflichten lassen, einen Teil der Goldproduktion (bis zu 215.000 Unzen) zu hedgen, also preislich abzusichern, um den Kredit zu erhalten. In einer jüngsten Tranche hat man 25.000 Unzen zu 1.640 CAD je Unze absichern können. Gestern schloss Gold in kanadischen Dollar exakt auf diesem Level.

Des Weiteren hat Caterpillar Atlantic einen Kreditrahmen für die Finanzierung der Miningflotte in Höhe von 20 Mio. CAD eingeräumt. Mit der Equityfinanzierung hat man sich zudem einen Puffer geschaffen, denn den CAPEX, also die Baukosten inkl. Flotte, schätzt Atlantic auf rund 137 Mio. CAD. Aus Anlegersicht bestehen drei Hauptrisiken beim Bau einer Mine: das Finanzierungsrisiko, das Risiko notwendige Genehmigungen nicht zu erhalten und das Ausführungsrisiko. Die ersten beiden Punkte hat das Unternehmen jüngst erfolgreich abgehakt. Jetzt gilt es zu liefern. Der Startschuss für den Bau soll im Sommer fallen. Mit dem Produktionsstart ist für das erste Quartal 2018 zu rechnen.

Touquoy ist nur der Anfang

 Die finale Machbarkeitsstudie wurde für den Moose River-Komplex gerechnet und taxiert das Minenleben auf rund 9 Jahre und auf eine jährliche Produktion von durchschnittlich 87.000 Unzen Gold. Touquoy wird den Staffelstab ab Jahr 4 an Beaver Dam übergeben, dass sich seit Dezember 2015 im Genehmigungsprozess befindet. Der IRR nach Steuern liegt bei guten 30%. Die All-In Produktionskosten je Unze Gold sollen nur bei 690 US-Dollar liegen. Vorstandschef Dean, der früher Präsident bei Teck Cominco war, muss jetzt beweisen, dass er eine Mine im zeitlichen und finanziellen Rahmen bauen kann.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 168

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Bild: Atlantic Gold
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