Donnerstag , 29 Juni 2017
Lake Shore Gold will und kann organisch wachsen

Lake Shore Gold will und kann organisch wachsen

Der Abitibi Grünsteingürtel ist einer der goldreichsten Landstriche der Welt. Seit 1901 wurden in der kanadischen Region über 170 Mio. Unzen Gold produziert. Hauptanziehungspunkt der Region sind die niedrigen Produktionskosten, gefördert durch sehr gut geschulte und ausgebildete Arbeitskräfte und eine hervorragende Infrastruktur. Auch die Politik unterstützt die Unternehmen in der Region mit Steuervorteilen und anderen Incentives, wie günstigem Strom. In einem Radius von 30km rund um die Stadt Timmins findet man daher eine Vielzahl an Minen. Im gesamten Grünsteingürtel soll die Zahl wohl bei knapp 100 liegen. In diesem Goldmekka betreibt Lake Shore Gold zwei Minen und eine eigene Mühle. Wir sind auf den Wert aufmerksam geworden, weil das Papier nicht mit dem Gesamtmarkt in den letzten drei Monaten eingebrochen ist. Warum ist grade Lake Shore eine Ausnahme?

Operative Ziele immer wieder erreicht

Wie eingangs erwähnt betreibt Lake Shore zwei Goldminen, die Timmins West Mine und die Bell Creek Mine. Die Timmins Mine trägt hierbei den Löwenanteil von 78% zum Produktionsmix bei. Damit eine Aktie auch in schwierigen Marktzeiten nicht einbricht, benötigt sie vor allem eines: das Vertrauen der Investoren. Lake Shore hat es geschafft in den vergangenen Quartalen immer wieder die eigenen und die Erwartungen der Eigentümer zu erfüllen. Kontinuierlich konnte die Produktion gesteigert werden, so dass 2014 doppelt so viel Gold die Mine verlassen dürfte wie 2012. Während 2012 noch 85.000 Unzen Gold produziert wurden, sollen dieses Jahr rund 180.000 Unzen Gold gefördert werden. In den ersten neun Monaten produzierten die Kanadier bereits 144.100 Unzen Gold, so dass wir davon ausgehen dürfen, dass die Guidance erreicht, wenn nicht gar geschlagen werden dürfte.

Goldpreis zweitranging

Eine weitere Schlüsselmatrix sind natürlich die Kosten je produzierter Unze Gold. Hier kann Lake Shore glänzen. Mit Produktionskosten von 585 US-Dollar je Unze und All-In Sustaining Costs, kurz AISC, von 862 US-Dollar im Durchschnitt für die ersten neun Monate, liegt man unter den Produzenten im Abitibi Grünsteingürtel im Spitzenfeld. Trotz des Preisrutsches des Goldpreises generiert Lake Shore weiterhin gehörig Free Cash Flow. Im zweiten Quartal lagen die AISC sogar nur bei 784 US-Dollar je Unze Gold. Zum 1. September verfügte der Produzent über Barreserven in Höhe von 60 Mio. US-Dollar, ein Plus von 21 Mio. US-Dollar gegenüber dem ersten Quartal 2014. Genaue Zahlen erwarten wir für heute Nachmittag nach Börsenschluss.

Organisches Wachstum als Schlüssel zum Erfolg

Ein Kritikpunkt des Marktes war bisher die niedrige Ressourcenbasis. Auf Timmins West, wo in 2014 insgesamt 140.000 Unzen gefördert werden sollen, liegt die Ressource derzeit bei 492.000 Unzen und garantiert somit ein Minenleben von 3,5 Jahren, eigentlich viel zu wenig. Dessen sind sich auch die Manager rund um Präsident und CEO Anthony Makuch bewusst. Deshalb unternahm man im Sommer ein größeres Bohrprogramm im Umfang von 20.000 Metern auf dem Projekt. Letzte Woche meldete man die ersten Ergebnisse. Die Bohrer stießen unter anderem auf 12,32 g/t Gold über eine Länge von 9,3 Metern. Eine Vergrößerung der Ressourcenbasis scheint daher nur  noch eine Frage der Zeit zu sein. Bereits im September meldete Lake Shore außerdem gute Ergebnisse von Bohrungen auf der Bell Creek Liegenschaft, unter anderem 12,68 g/t Gold über 18,5 Meter. Der Markt hat dies bisher mit einem relativ stabilen Aktienkurs belohnt und schürt daher gewisse Erwartungen an ein Ressourcenupdate.Noch stehen einige Ergebnisse aus, so dass wir frühestens im neuen Jahr mit Nachrichten rechnen können.

Investoren sollten neben der Aktie (1,03 CAD; CA5107281084) auch einen Blick auf die an der Börse gehandelte und mit 6,5% verzinste, wandelbare Anleihe werfen. Die aktuelle Rendite liegt bei 8,79%.

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Bild: Lake Shore Gold
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