Montag , 18 Oktober 2021

Aktie der Woche: Teranga Gold – Q4 als Wegweiser für 2015

Bereits 1960 erlangte der Senegal seine Unabhängigkeit von Frankreich. Seit dem ersten Tag verfügt das Land über eine der stabilsten Demokratien Westafrikas. 2003 führte der Senegal einen neuen Mining Code ein, der ausländischen Unternehmen Investitionssicherheit versprach. In Sachen industriellem Bergbau hängt das Land seinem direkten Nachbar Mali allerdings noch deutlich hinterher. Doch Investments westlicher Institutionen senden ein positives Signal. In punkto Bergbau ist es sicherlich hilfreich, dass der amtierende Präsident Macky Sall studierter Geologe und Geophysiker ist und bereits 2001 für ein Jahr Minister für Bergbau und Energie war.

Im Soll für 2014 – Q4 könnte Zeichen setzen

Teranga Gold (0,75 CAD; CA8807971053)betreibt mit Sabodola Senegals einzige industrielle Goldmine und das äußerst erfolgreich. Das erste Gold floss im März 2009 und bis dato investierte Teranga über 700 Mio. US-Dollar. Ein Teil der Investitionen resultierte in einer Verdopplung der Produktionskapazitäten im Jahr 2012. Anfang 2014 übernahmen die Kanadier im Zusammenhang mit einem 135 Mio. US-Dollar Streamingdeal mit FrancoNevada den direkten Nachbarn Oromin Joint Venture Group (OJVG). 2013 wurden 207.204 Unzen Gold produziert und Terangas Management rechnet damit 2014 zumindest das untere Ende der ausgegeben Guidance von 220.000 bis 240.000 Unzen zu erreichen. Um den Markt allerdings nicht zu enttäuschen. muss im vierten Quartal mächtig Dampf gemacht werden. Nach einem eher unter den Erwartungen liegendem dritten Quartal, in dem man wohl nur knapp über 50.000 Unzen produzierte, sollen in Q4 mindestens 75.000 Unzen Gold aus den Minen gewonnen werden. Sollte dieses Ziel erreicht werden, dürfen Anleger sich auf 2015 freuen.

Übernahme soll bereits in Q4 operativen Beitrag leisten

Die erst Anfang des Jahres abgeschlossene Übernahme des OJVG dürfte schon im vierten Quartal einen gehörigen Beitrag zur Produktion liefern. Am 2. September wurde bereits mit dem Abbau von weicherem, höhergradigem Erz auf dem Masato Projekt begonnen. Das neue Projekt soll im vierten Quartal 20.000 Unzen Gold zur Produktion beitragen. 2015 soll ein Großteil des zu verarbeitenden Erzes dann von Masato kommen. Das zweite Projekte aus der Übernahme, Gora, dürfte das Produktionsprofil von Teranga in den kommenden Quartalen weiter schärfen. Für Ende Oktober wird mit dem Erhalt der noch ausstehenden Genehmigungen und Abbaulizenzen gerechnet. Teranga geht davon aus, dass bereits im dritten Quartal 2015 die Produktion auf Gora anlaufen könnte.

Fine Tuning könnte Produktion stärker steigen lassen

Nicht nur neue Projekte sollen die Produktion kontinuierlich steigen lassen. Durch gezieltes Fine Tuning, wie zum Beispiel der Zerkleinerungs– und Mahlanlagen, ist es möglich, weitere 5-10% herauszuholen. Zudem überlegt man zur Zeit, den Betrieb auf Haufenlaugung umzustellen. Ab 2017 könnte dadurch die Produktion um weitere 10-20% pro Jahr gesteigert werden. Phase I des Expansionsplans sieht vor, die Produktion bis 2016 auf bis zu 350.000 Unzen pro Jahr zu erhöhen. Langfristig (2017+) plant Teranga mit einer Produktion von einer halben Million Unzen Gold.

Schuldenfrei ins neue Jahr

„Free Cash Flow“ – dieses Buzzword fiel nicht nur einmal während der Präsentation des CEOs Richard Young auf dem Denver Gold Forum Mitte September.Er plant 2014 mit 25-35 Mio. US-Dollar in der Kasse und schuldenfrei abzuschließen. Durch Optimierungen des Minenplanes sollen der Cash Flow 2015 um 40 bis 60 Mio. US-Dollar erhöht und die Barreserven aufgestockt werden. Die All-In Produktionskosten je Unze Gold sollen bei rund 900 US-Dollar liegen. Die Analysten von RBC haben jüngst ihr „Outperform“-Rating und Kursziel von 1,30 CAD bestätigt.

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Bild: Teranga Gold

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