Dienstag , 15 Oktober 2019
VTG: Waggonvermieter trotzt dem konjunkturellen Gegenwind

VTG: Waggonvermieter trotzt dem konjunkturellen Gegenwind

Sorgenkind, was sich auch beim Schienenlogistiker und Waggonvermieter VTG bemerkbar macht. Dennoch hat der Konzern erneut gute Zahlen vorgelegt und profitierte dabei von der Übernahme der Schweizer AAE. Insgesamt erlösten die Hamburger 512,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr und damit 26,6% mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders erfreulich ist, dass die Hanseaten im lange schwächelnden Schienenlogistik-Geschäft das Ergebnis deutlich verbessern konnten. Hier stieg die EBITDA-Marge von 0,7% auf 8,9%. Neben einer Restrukturierung hatte VTG margenschwaches Geschäft abgegeben. In der wesentlich größeren Waggonvermietung (Umsatzanteil rund 53%) wurde die Marge gar auf 61,5% verbessert.

Kein Russland-Effekt mehr

Zudem trotzt das Unternehmen der schwachen konjunkturellen Verfassung in Osteuropa. Das Russlandgeschäft habe sich auf niedrigem Niveau stabilisiert, sagte Vorstandschef Heiko Fischer in einem Interview. Der russische Markt habe keinen „großen negativen Effekt“ mehr auf das Geschäft. Generell würde sich ein Konjunktureinbruch in den Hauptmärkten nur mit Verzögerung auf die Zahlen von VTG auswirken, da die Waggons in der Regel auf zwei bis drei Jahre vermietet werden.

VTG-Aktie kein Selbstläufer

Die VTG-Aktie hat nach dem starken ersten Halbjahr zuletzt Stärke gezeigt und trotz des negativen Börsenumfelds das hohe Niveau halten können. Dennoch sollten Sie bei dem SDAX-Wert auf der Hut sein. Wenn sich die konjunkturelle Lage verschlechtert (oder zumindest die Aussichten darauf), dürften die Investoren das Weite suchen.

Wir liegen bei dem Wert solide mit 67% vorn.

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Bild: VTG

 

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