Sonntag , 27 Oktober 2019
Aktie der Woche: M.A.X. Automation – Wann springen die Investoren an?

Aktie der Woche: M.A.X. Automation – Wann springen die Investoren an?

Es gibt noch viele, von großen Investoren weitgehend ignorierte Perlen auf dem deutschen Kurszettel. Dazu zählt auch die M.A.X. Automation, obwohl das Unternehmen bereits seit dem Jahr 1994 börsennotiert ist. Die Düsseldorfer konzentrieren sich als Maschinenbauer weitgehend auf die Bereiche Automation und Umwelttechnik. Hier gilt es, durch automatisierte Prozesse den Kunden bei der Optimierung ihrer Produktion zu helfen, also Geld und Zeit zu sparen. Die wichtigsten Abnehmer stammen folgerichtig aus der Autoindustrie. Dabei wurde M.A.X. Automation lange Zeit als Gemischtwarenladen im Sinne einer Beteiligungsgesellschaft angesehen, doch dieses Bild entspricht nicht mehr der Realität.

Umbau ins Hightech-Segment

So hat Vorstand Fabian Spilker den Umbruch eingeleitet. Die Rheinländer wollen als reinrassiger Hightech-Maschinenbauer wahrgenommen werden. Dann könnten sie als kleiner Anbieter unter Branchengrößen wie Andritz oder Dürr mitsegeln und auf eine höhere Bewertung hoffen. Dazu hat M. A. X. in den vergangenen 20 Monaten drei Unternehmen zugekauft und eine Tochter abgegeben. Zuletzt erwarb man mit Indat Robotics einen Anbieter für Robotik- und Fertigungsautomation. Weitere Akquisitionen sind geplant, allerdings stehe man nicht unter Zeitdruck, wie Spilker jüngst in einem Interview betonte.

Überraschend guter Jahresauftakt

Operativ läuft es bei M.A.X. Automation wieder wie am Schnürchen. Im ersten Quartal stiegen die Einnahmen um 3,5% auf 75,6 Mio. Euro. Das bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde um 3,5 Mio. Euro auf +1,7 Mio. Euro verbessert. Dabei profitierte die Gesellschaft   neben dem operativen Wachstum auch von positiven Währungseffekten. Das Highlight des ersten Quartals findet sich im Auftragseingang. Der lag konsolidiert bei 90,9 Mio. Euro und damit satte 36,5% über dem Vorjahresquartal. Die bestehenden Orders machen inzwischen 174,4 Mio. Euro aus.

Prognoseanhebung voraus!

Interessant ist: M.A.X. hat im April zwei Rahmenverträge im Volumen von 50 Mio. Euro mit „einem namhaften Automobilhersteller“ sowie einem „renommierten Automobilzulieferer“ abschließen können. Sie werden bis 2018 bzw. 2020 für Arbeit sorgen und sollen bereits im zweiten Halbjahr 2015 für steigende Einnahmen und Gewinne gut sein. Dabei ist ohnehin die Zeit nach der Sommerpause die starke Phase des Unternehmens. Auf dem Parkett wird schon darüber spekuliert, ob M.A.X. nach diesem guten Jahresauftakt und den zwei Rahmenverträgen nicht bald schon die Prognose anheben könnte. Bisher gibt sich der Vorstand zugeknöpft. Die Jahresprognose wurde lediglich bestätigt: der Vorstand erwartet weiterhin einen Konzernumsatz von 360 bis 380 Mio. Euro sowie ein EBIT von 20 bis 22 Mio. Euro (vor PPA-Abschreibungen).

Solide Bilanz, attraktive Dividende

Für ein Investment in M.A.X. Automation spricht auch die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 33% per Ende März. Dazu wird das Unternehmen der Hauptversammlung eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie vorschlagen. Das entspricht aktuell einer Ausschüttungsrendite von rund 3%. Die Analysten von Oddo Seydler gehen dieses Jahr von einem Ergebnis je Aktie von 0,45 Euro aus, für das kommende Geschäftsjahr wird mit 0,61 Euro je Anteilsschein gerechnet. Damit kommt der Nebenwert auf eine attraktive Kurs-Gewinn-Bewertung von 11 bzw. 8.

Stabile Dividende

Zuletzt konnte die M.A.X-Aktie nicht überzeugen. Seit März befindet sich das Papier in einer Seitwärtsbewegung und handelt in einer engen Spanne um 5 Euro. Wir sehen das als gute Gelegenheit für geduldige Anleger, einige Papiere einzusammeln.

 

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Bild: Liz West / Flickr
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