Samstag , 21 September 2019
Curis Resources: Hat das Warten bald ein Ende?

Curis Resources: Hat das Warten bald ein Ende?

“Gut Ding will Weile haben” sagt der Volksmund.   Doch wie lange es am Ende doch dauern kann, weiß niemand. Seit über eineinhalb Jahren wartet Curis Resources  nun schon auf die Erteilung einer letzten noch fehlenden Lizenz. Die Kanadier planen im US-Bundesstaat Arizona  eine Kupfermine in Betrieb zu bringen, doch das letzte Puzzleteil lässt auf sich warten. Seit Juni hat die Aktie dennoch über 20% zulegen können. Anleger scheinen optimistisch, dass es bald losgehen könnte. Worauf basiert diese Hoffnung? Und warum jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt sein könnte.

Kupferpreis seit März im Aufwärtstrend

Die Lagerhäuser der London Metals Exchange (LME) leeren sich zusehends. Das Angebot wurde in den letzten Monaten immer knapper. Im Juni 2013 lag der Lagerbestand für Kupfer noch bei 665.775 Tonnen, bis August 2014 sind diese auf 147,825 geschmolzen. An der COMEX in Chicago sieht es nicht anders aus. Zudem zeichnet sich ab, dass China wieder aktiv am Markt Kupfer kauft. Der Kupferpreis hat sich seit seinem Tief Mitte Februar ebenfalls erholen können und notiert bei 3,16 US-Dollar je Pfund. Die Nachfrage nach Kupfer hängt weiterhin an der Wachstumsgeschwindigkeit Chinas und deren Rohstoffhunger. Eine massive Verlangsamung ist weiterhin nicht am Horizont zu sehen. Bleibt noch zu erwähnen: Zwei chinesische Investmentfirmen halten jeweils 4,6% an Curis Resources.

In-Situ Kupfermine in Arizona

Curis Resources, Teil der Hunter Dickinson Gruppe, plant in Florence, zwischen Phoenix und Tucson gelegen, eine In-Situ Kupfermine zu bauen. Eine im März 2013 vorgelegte Vormachbarkeitsstudie („Pre-Feasability Study“) unterstrich die Attraktivität des Projektes und dessen Wirtschaftlichkeit. Basierend auf einem Kupferpreis von 2,75 US-Dollar und einer jährlichen Produktionsrate von 55 Mio. Pfund in den ersten fünf Jahren, liegt der Net-Present-Value  (NPV) bei 748 Mio. US-Dollar (7,5% Discount) und der IRR bei 38%. Bei einem Kupferpreis von 3 US-Dollar läge der NPV sogar bei 875 Mio. US-Dollar und der IRR bei  sehr guten 41%. Die Kosten, um die Mine in Produktion zu bringen, liegen bei überschaubaren 198 Mio. US-Dollar. Die Kosten je produziertem Pfund über die Laufzeit der Mine werden mit 1,09 bzw. 1,11 US-Dollar ausgewiesen. Die ersten 13 Jahre würde man auf Land des Bundesstaates produzieren, ehe man mit dem Abbau auf privatem Land beginnen würde. Dieses Land kaufte Curis 2011 der Stadt Florence unter dem Eindruck, dass die Stadt das Land für den Bergbau umwidmen würde, für 8,5 Mio. US-Dollar ab. Doch seither ist das Verhalten der Stadt nur mit einem Wort passend zu beschreiben: merkwürdig. Zwischenzeitlich bot die Stadt Curis 8,9 Mio. US-Dollar an, um das Land wieder zurückzukaufen. Im April 2012 schloss die Stadt Curis sogar für 30 Tage aus seinen Büros aus, woraufhin man klagte. Im Juni einigte man sich, die Stadt zahlte Curis 100.000 US-Dollar und versprach eine bessere Zusammenarbeit. Curis wiederum spendete das Geld für wohltätige Zwecke an die Stadt. Seit der Einigung scheint sich zumindest der Aktienkurs wieder zu erholen.

Letztes Puzzleteil für Ende September erwartet

Um mit der ersten Bauphase I beginnen zu können, fehlt jetzt nur noch die letzte Lizenz, die „Underground Injection Control Permit“. Diese wird von der politisch motivierten Environmental Protection Agency (EPA) vergeben. Böse Zungen am Markt behaupten, dass es noch bis November nach den Senatswahlen dauern könnte, bis diese erteilt wird. Die Demokraten wollen angeblich die Stimmen der grünen Wählerschaft nicht gefährden. Manager von Curis sind allerdings positiver gestimmt. Der EPA liegen alle technischen und administrativ notwendigen Unterlagen vor und man rechne nach guten Gesprächen diesen Sommer mit der Erteilung der Lizenz für Ende September. Zu wünschen wäre es Curis (0,90 CAD; CA23127B1058).

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Bild: Curis Resources
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