Sonntag , 27 Oktober 2019
SAP: Starker Euro belastet

SAP: Starker Euro belastet

Derzeit ist der starke Euro ein Thema bei vielen, exportstarken Konzernen. So auch bei SAP (57,90 Euro; DE0007164600). Bei den Walldorfern machte sich der Währungseffekt in den Zahlen für das erste Quartal deutlich bemerkbar. So legten die Erlöse um 2% auf 3,7 Mrd. Euro zu. Unterm Strich gab es ein leichtes Wachstum um 3% auf 534 Mio. Euro. Erfreulich ist die Entwicklung in der Cloud-Sparte, die beim Umsatz um 32% auf 221 Mio. Euro zulegen konnte. Insofern klappt offensichtlich die Umstellung der Kunden auf die Datenwolke. Im Gegenzug wird dieser Prozess aber weiterhin zur Folge haben, dass weniger Lizenzen verkauft werden; dafür aber mehr Programme und Dienstleistungen über das Internet zu niedrigeren Kosten vermarktet werden können. Solche Umbrüche im Geschäftsmodell sorgen stets für Unsicherheit unter Investoren. Dementsprechend konnte die Aktie noch nicht von der Cloud-Fantasie profitieren. Sie bewegt sich bereits seit mehr als zwei Monaten in einer engen Handelsspanne um die Marke von 56 Euro. Auch die Analysten sind sich derzeit uneins. Während beispielsweise die Deutsche Bank zuletzt SAP auf „Halten“ beließ und bemängelte, dass das Unternehmen im ersten Quartal von der wirtschaftlichen Erholung kaum profitieren konnte, ist HSBC optimistischer. Analyst Antonin Baudry gab als Kursziel 74 Euro aus. Die Investmentbank führt die Aktie zudem auf seiner europäischen Liste der Top-10-Picks. Wir bleiben ebenfalls optimistisch, da sich zum einen das Cloud-Geschäft gut entwickelt und zum anderen der Währungseinfluss im Laufe des Jahres geringer werden sollte.

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Bild: SAP
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