Mittwoch , 18 September 2019
Marktkommentar vom 05.06.2013

Marktkommentar vom 05.06.2013

Sechs Quartale in Folge ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone inzwischen gesunken. Doch überall mehren sich die Zeichen für einen zaghaften Aufschwung. In Italien reichte dafür die Bildung einer neuen Regierung aus. In anderen Ländern scheint das Ende der Sparpolitik greifbar nah, beispielsweise in Frankreich und Spanien. Und selbst EU-Außenseiter Großbritannien will seinen Kurs ändern. Neben der Notenbank soll auch die Regierung nun aus allen Rohren feuern, damit die darbende Konjunktur anspringt. Dazu kommt, dass der lange Winter nun endlich zu Ende scheint. Insofern dürften wir im zweiten Quartal in einige Euroländern Nachholeffekte sehen. Gerade Deutschland spielt in diesem Kontext eine wichtige Rolle, denn mittlerweile steht es für 28% der wirtschaftlichen Leistung in Euroland. Nachdem der starke Konsum ein Minus im ersten Quartal verhindert hat, sollte nun die Baubranche für einen Schub sorgen. Und das macht uns auch für die nächsten Monate optimistisch, zumal der DAX sein hohes Niveau über der Marke von 8.000 Punkten weiterhin halten kann.

Goldimporte: Indien vor Rekordjahr

In den vergangenen Jahren war das Goldland Nummer eins zum Problemfall geworden. Nach dem starken Verfall der Rupie waren die Importe Indiens kräftig zurückgegangen. Doch mit dem Ausverkauf bei dem Edelmetall sind die Händler vom Subkontinent wieder zurück auf der Bühne. In diesem Jahr wird mit einem Import von 1.100 Tonnen Gold gerechnet. Das wäre ein Rekordwert und würde die Rückeroberung des Spitzenplatzes von der Volksrepublik China bedeuten. Im ersten Quartal wurden laut Daten das World Gold Council bereits 215 Tonnen importiert. Doch die starke Nachfrage ist ein Problem für die ohnehin schwache Leistungsbilanz. So erwägt die Zentralbank dagegen weitere Maßnahmen zu ergreifen. So soll Gold nur noch in dem Ausmaß importiert werden dürfen, wie es zur Herstellung von Schmuck benötigt wird. Dieser wird wiederum exportiert. Zudem will die Notenbank die Importeure zwingen, sofort zu bezahlen. Im Januar hatte Indien bereits die Importsteuer für Gold auf 6% erhöht. Das hielt im zweiten Quartal aber kaum jemanden davon ab, weiter zuzukaufen. So sorgten einige religiöse Feiertage, bei denen Gold eine große Rolle spielt, dafür, dass allein im Mai 162 Tonnen eingeführt wurden. Im Vorjahresmonat waren es nur 142,5 Tonnen gewesen, wie das Finanzministerium mitteilte. Die angedachten neuen Maßnahmen könnten die Nachfrage noch befeuern und für Vorratskäufe sorgen.

Joe Foster im Interview

In dieser Ausgabe haben wir für Sie einen Leckerbissen dabei. Wir konnten als eine der wenigen deutschen Redaktionen mit Joe Foster exklusiv sprechen. Er gehört zu den anerkanntesten Fondsmanagern im Goldsektor.

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Bild: Martin Kolb / pixelio.de
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