Samstag , 19 September 2020

BASF: Erst pfui, dann hui!

Die BASF-Aktie (84,85 Euro; DE000BASF111) scheint ein Zankapfel zu sein. Nachdem der Ludwigshafener DAX-Konzern am Freitag die 2014er-Zahlen bekanntgab, sackte der Titel zunächst kräftig ab. Seither aber ging es wieder aufwärts. Dabei sind sich die Profis über die weitere Entwicklung völlig uneins. Goldman Sachs und Credit Suisse riefen mit 76 Euro bzw. gar 70 Euro Kursziele deutlich unterhalb des aktuellen Niveaus aus. Andere Researcher wie die Citigroup, Barclays (jeweils 96 Euro) sowie Bernstein (97 Euro) raten weiter zum Kauf. Bei so viel Uneinigkeit lohnt sich der Blick auf die Zahlen.

Der 2014er-Umsatz legte um 0,5% auf 74,3 Mrd. Euro zu. Vor Sondereinflüssen wurde das EBIT auf 7,4 Mrd. Euro verbessert (+4%). Im Ergebnis je Aktie landete man bei 5,61 Euro (+7,5%). Diese Werte waren erwartet worden. Ebenso auch der Dividendenvorschlag des Managements: demnach sollen für das vergangenen Jahr 2,80 Euro pro Anteilschein ausgeschüttet werden, immerhin 10 Eurocent mehr als im Vorjahr. Es ist die sechste Erhöhung in Folge.

Der Kurseinbruch nach Bekanntgabe der Zahlen lässt sich eher mit dem vorsichtigen Ausblick des Chemieriesen erklären. So soll sich der Umsatz nur „leicht“ verbessern, beim EBIT wird das Vorjahresniveau angestrebt. Dies dürfte am Freitag für Gewinnmitnahmen gesorgt haben, was angesichts der Kursgewinne von rund einem Viertel seit Jahresbeginn aber nicht überrascht. Dennoch sollte man bei BASF dabeibleiben. Zum einen sind die Ausblicke des Unternehmens grundsätzlich konservativer als bei so manchem Konkurrenten.

Zum zweiten lockt eine ordentliche Dividendenrendite (3,3%). Und nicht zuletzt ist die Bewertung erträglich: das 2016er KGV liegt bei 14. Last but not least lohnt auch der Blick auf den Chart. Das Allzeithoch aus dem Jahr 2014 von 88,28 Euro ist in greifbarer Nähe. Sollte dies erreicht werden, wird ein Kaufsignal generiert, auf das vor allem technische Trader und Computerprogramme anspringen dürften. Dann kann es sehr schnell gen Norden gehen.

Sie liegen bei BASF seit Erstempfehlung mit rund 19% im Plus.

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Bild: BASF SE

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