Mittwoch , 26 Juni 2019
Marktkommentar vom 06.11.2013

Marktkommentar vom 06.11.2013

Liebe Leser!

Der Boom am deutschen Aktienmarkt scheint kein Ende zu nehmen. Wie bei Immobilien schießen die Preise weiter in die Höhe. Eine Blase droht zwar hier wie dort nicht, und gefährliche Wolken sind am Aktienhimmel derzeit nicht sichtbar. Denn die Not treibt diese Hausse an. Die Anleger wissen schlicht nicht, wohin mit dem vielen Geld, da der Zinsmarkt kaum Alternativen bietet. Dazu kommt, dass insbesondere institutionelle Investoren immer stärker unter Zugzwang stehen. Speziell Versicherungen müssen ihre Aktienquoten erhöhen, denn mit den Mini-Zinsen am Anleihemarkt ist kaum ein Portfolio zu managen. Doch auch Aktienfondsmanager müssen handeln. Viele hängen wie üblich dem DAX und anderen Vergleichsindizes hinterher, insbesondere weil viele mit niedrigen Aktienquoten durch das Jahr gefahren sind. Gerade kurz vor dem Jahresende könnte das die Kurse zusätzlich beflügeln.

Crash-Propheten unterwegs

Positiv finden wir, dass am Markt immer noch genug Crash-Propheten herumirren. Sie verbreiten Thesen vom großen Absturz, der kurz bevorstünde. Doch das ist fundamental kaum begründbar. In Teilmärkten liegen die Bewertungen sicher über dem langfristigen Mittel. Insgesamt sind die Stimmung und die Bewertungen gut, aber nicht abgehoben. Aber: Eine kleine Korrektur würde den Märkten sicher guttun. Das aber predigen wir schon seit einigen Wochen. Und bisher ist nichts passiert.

Öl unter Druck

Wir hatten Sie in den vergangenen Wochen immer wieder auf den Abwärtstrend beim Ölpreis hingewiesen. Und es bleibt dabei. Die Notierungen dürften angesichts des steigenden Angebots weiter fallen. Manche sehen für das kommende Jahr Preise um 80 US-Dollar je Barrel. Sollte diese Prognose eintreffen, könnte das der deutschen Industrie einen zusätzlichen Schub verleihen. Denn billiges Öl senkt die Produktionskosten und erhöht die Gewinnmargen. Noch ist es nicht soweit, aber das gesamte makroökonomische Umfeld bietet derzeit viele Argumente, die für ein stabiles Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr in Deutschland sprechen. Und das könnte auch mit Blick auf die vielen Kostenkürzungen bei den Unternehmen für einen kräftigen Gewinnschub sorgen. Möglicherweise ist die Bewertung mit Blick auf die nächsten 12 Monate noch etwas niedriger als derzeit am Markt prophezeit wird. Eine gute Handelswoche wünscht

Ihre Redaktion vom Investor Magazin

 

Bild: Martin Kolb / pixelio.de
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