Sonntag , 12 Juli 2020

Stada: Wie stark ist der Russland-Effekt?

Der Arzneimittelhersteller Stada (36,76 Euro; DE0007251803) befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Der MDAX-Konzern erhöhte seinen Umsatz nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr um 10% auf 2,014 Mrd. Euro. Das um einmalige Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) wurde um 13% auf 415,2 Mio. Euro verbessert. Unterm Strich verblieben 121,4 Mio. Euro, was einem Plus von 40% entspricht. Das Ergebnis je Aktie lag bei 2,70 Euro. Damit befinden sich die Bad Vilbeler weiter auf Rekordkurs. Und davon sollen auch die Anteilseigner profitieren. So wird das Management eine Dividendenanhebung um rund ein Drittel auf 0,66 Euro je Aktie auf der Hauptversammlung vorschlagen. Die aktuelle Dividendenrendite liegt somit bei lediglich 1,8%. Berücksichtigt man aber ihren Kurs zum Zeitpunkt unserer Erstempfehlung, so steigt der Wert auf ordentliche 2,6% (Ausgabe 11 vom 9.1.2013, HV-Termin: 4.6.2014).

Für das laufende Jahr ist Stada optimistisch. Das Management rechnet wie bereits angekündigt mit einem bereinigten EBITDA von 430 Mio. Euro sowie einem bereinigten Konzerngewinn von 215 Mio. Euro. Die Analysten sehen weiterhin eine durchweg günstige Bewertung für die Stada-Aktie. Im Konsens wird aktuell ein KGV von 11 gesehen. Allerdings wurde das Papier fast durchweg abgestuft. Denn die Ukraine und Russland sind zwei der Wachstumsmärkte des Unternehmens. Ein anhaltend schwacher Rubel dürfte sich 2014 im Zahlenwerk bemerkbar machen. In den ersten neun Monaten 2013 hatte Stada seine Umsätze in Russland währungsbereinigt um 25% auf 292 Mio. Euro steigern können, davon wurden 40% mit Generika erlöst. Die Zahlen unterstreichen die Relevanz des Marktes für das Unternehmen.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 66

ABONNIEREN SIE KOSTENLOS DAS INVESTOR MAGAZIN

Bild: Stada

Check Also

Jetzt anmelden für die erste virtuelle Rohstoff-Konferenz in Deutschland!

Am 8. Juli steigt die erste virtuelle Rohstoff-Konferenz in Deutschland. Die Experten Markus Bußler und …