Sonntag , 27 Oktober 2019
Cancom, SAP, BASF, PNE Wind, Grammer, SHW – Geld vom Tisch nehmen

Cancom, SAP, BASF, PNE Wind, Grammer, SHW – Geld vom Tisch nehmen

Dieser Artikel enthält klare Handlungsempfehlungen. Bitte beachten Sie unseren Disclaimer auf Seite 11 in der aktuellen Ausgabe 94.

Machen Sie sich auf einen heißen Herbst gefasst. Das ist die Botschaft unseres heutigen Editorials auf Seite 2. Neben einer hohen Liquiditätsquote, je nach Risikoprofil zwischen 40% und 60%, sollten sie aber auch in ihrem Portfolio aktiv werden. So hat sich die technische Lage bei vielen Aktienindizes und Einzelwerten in den vergangenen Tagen deutlich verschlechtert. Viele institutionelle Investoren sowie Computer-Trader dürften Geld vom Tisch nehmen. Dies sollte sowohl bei den Nebenwerten als auch bei den Blue Chips zu weiteren Kursverlusten führen.

Bei SAP raten wir nun aktiv zum Verkauf. Die Aktie verlor heute nach Gerüchten um weitere Sparmaßnahmen deutlich und droht weitere technische Unterstützungsmarken nach unten zu durchbrechen. Schon die im September angekündigte Milliardenübernahme des US-Unternehmens Concur kam bei den Anteilseigern nicht gut an.

Auch bei BASF wollen wir das Risiko rausnehmen. Die Aktie scheint derzeit keinen Halt zu finden. Wir halten die Lage zwar für besser als es viele Analysten derzeit sehen. Dennoch sollte man sich hier nicht unbedingt gegen die Marktmeinung stellen und die Papiere verkaufen.

Bei den Aktien von PNE Wind drückte die Kapitalmaßnahme weiter kräftig auf den Kurs. Dadurch rutschten die Anteile durch unseren bereits nachgezogenen Stopp. Wir beenden dieses Engagement mit einem Minus von 9,3% (seit Ersteinstieg). Von einem Neueinstieg raten wir derzeit ab.

Auch unser Highflyer Cancom verabschiedet sich aus unserer Empfehlungsliste. Wir glauben zwar, dass das Unternehmen operativ sehr robust ist, doch der Verkaufsdruck im Markt ist derzeit einfach zu groß. Die Papiere fielen durch unseren bereits mehrfach nachgezogenen Stopp. Erstinvestoren haben aber einen Kursgewinn von 150% in fast exakt zwei Jahren eingefahren. Prozentual zweistellige Gewinne brachten auch diverse spätere Kaufempfehlungen. Den Titel werden wir aber im Auge behalten. Sobald sich die Lage beruhigt, werden wir zurückkehren.

Zudem rutschten auch die Papiere der beiden Autozulieferer Grammer und SHW durch die von uns gesetzten Stoppmarken. Das langsamere Wachstum der Autoindustrie scheint hier viele Anleger zu einem Verkauf gedrängt zu haben. Insgesamt sind jedoch beide Unternehmen operativ (noch) gut unterwegs. Daher kommen auch sie auf unsere Beobachtungliste.

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Bild: Redaktion
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