Dienstag , 15 Oktober 2019
DEAG beweist Timing

DEAG beweist Timing

Kapitalerhöhungen macht man im besten Fall aus einer Position der Stärke heraus. Der Entertainment-Dienstleister DEAG hat genau dies getan. Insgesamt sammelte das Unternehmen brutto rund 13 Mio. Euro bis Ende Mai ein. Die Verwässerung wird Altaktionären nicht schmecken, am Kurs merkt man jedoch nichts davon. Vielmehr drücken die Berliner auf die Tube. Angekündigt wurde die Kapitalerhöhung zusammen mit der Übernahme von Kilimanjaro Live. Die DEAG übernimmt zunächst für 4 Mio. Euro 51% an dem englischen Musikvermarkter. Zusätzlich sind bis zu 2 Mio. Euro fällig, wenn sich die Geschäfte optimal entwickeln. Kilimanjaro Live ist auf Festivals fokussiert, bei denen vor allem Bands wie Iron Maiden oder Metallica die Massen anziehen. Im vergangenen Jahr setzte „Kililive“ rund 18 Mio. Euro um und erzielte ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 1 Mio. Euro.

Schwenkow gelingt Coup

Dieser Deal könnte in einem größeren Zusammenhang mit einem Coup gesehen werden, der am  gestrigen Dienstag vermeldet wurde. Nachdem den Betreibern des „Rock am Ring“-Festivals am Nürburgring, einem der größten seiner Art in Deutschland, gekündigt wurde, wird die DEAG ab 2015 an Ort und Stelle das „Grüne Hölle – Rockfestival am Nürburgring“ veranstalten. Das teilten Carsten Schumacher von CNG und DEAG-Boss Peter Schwenkow mit. Zu möglichen Zusatzerlösen wurden Angaben gemacht, allerdings wurde eine Zusammenarbeit auf Basis von fünf Jahren vereinbart. Wenn die DEAG hier in die Fußstapfen von „Rock am Ring“ treten kann, hat man eine echte Cashcow hinzugewonnen.

Aktie noch nicht zu teuer

Die DEAG-Aktie (6,15 Euro; DE000A0Z23G6) konnte Anfang Mai die 6 Euro-Marke knacken und stabilisiert sich derzeit über dieser runden Notiz. Von der guten Entwicklung konnten Sie schon profitieren: seit Erstempfehlung sind bereits Buchgewinne von 73% aufgelaufen (siehe Ausgabe vom 28.08.2013). Durch die starken Kurszuwächse hat sich unser Nachkauflimit bei 5,40 Euro nun erübrigt. Streichen Sie dies bitte. Das Papier ist auf dem aktuellen Niveau mit einem 2015er KGV von rund 15 nicht überteuert.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 78

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Bild: Achim Raschka / Wikipedia
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