Sonntag , 27 Oktober 2019
Uran: Nachahmer im Athabasca Becken gesucht

Uran: Nachahmer im Athabasca Becken gesucht

Während die Aktien von Gold– oder Silberexplorationsunternehmen zumeist nur eine Richtung kannten, entwickelten sich die Papiere von Unternehmen mit Projekten im Athabasca-Becken in Kanada positiv. Die Aktien von Alpha Minerals legten beispielsweise um sensationelle 3.800% zu. Ende 2012 stand der Wert noch bei 0,20 CAD. Jetzt wird das Unternehmen von seinem Joint-Venture Partner, Fission Uranium, für 7,60 CAD übernommen. Beide Firmen arbeiten auf der Patterson Lake Liegenschaft zusammen und konnten in den letzten Monaten fünf Entdeckungen auf dem Projekt vermelden. Das ist für uns Grund genug, um im Athabasca-Becken mögliche Nachahmer ins Visier zu nehmen.

Kanada bis 2020 wieder die Nummer 2

Kanada war bis 2009 mit einem Anteil von 22% an der Weltproduktion der größte Uranlieferant. Heute liegt der Anteil trotz konstanter Produktion nur noch bei 15% und Länder wie Kasachstan und Australien haben den Ahornblattstaat überholt. Auf Grund großer vorhandener Reserven und anhaltender Exploration wird das Land aber weiterhin eine große Rolle bei der Sicherung des wichtigen Rohstoffes spielen. Die Inbetriebnahme einer neuen Mine im kommenden Jahr könnte den weltweiten Produktionsanteil wieder steigen lassen. Bis 2020 wird erwartet, dass das heutige Produktionsniveau verdoppelt werden kann.

Athabasca-Becken weltweit führend beim Urangehalt

Seit der ersten Entdeckung von Uran im Athabasca-Becken in den 1940ern und der Inbetriebnahme der ersten Mine  im Jahre 1975 ist das Gebiet weltweit bekannt, insbesondere für seinen hohen Urangehalt. Zehn der 15 hochgradigsten Minen liegen in diesem Teil Kanadas. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die vorhandene Infrastruktur und das positive politische Klima im Land. Auch aus diesen Gründen ist das Athabasca-Becken für Explorer und Investoren gleichermaßen interessant. Insbesondere Übernahmen, freundlich oder feindlich, sind für Investoren ein Leckerbissen. Bereits 2011 schluckte Rio Tinto nach einer Übernahmeschlacht mit Cameco den Explorer Hathor Exploration für  654 Mio. CAD. Die Übernahme von Alpha Minerals durch Fission Uranium mit einem Aufschlag 14% war für Investoren ebenfalls lukrativ. Für Anleger stellt sich nun die Frage, welches Unternehmen als nächstes an der Reihe ist, eine Entdeckung zu machen oder übernommen zu werden.

Zwei Nachbarn stechen hervor

Auf Grund des Hypes rund um Patterson Lake und der Tatsache, dass die Mineralisierung nicht an der Grundstücksgrenze von Fission aufhört, sind vor allem die Nachbarn von Interesse. Schaut man sich die Karte der Explorationslizenzgebiete genau an, fallen einem zwei direkt ins Auge, das Western Athabasca Syndicate und Nexgen Energy. Das Syndikat besteht aus vier Unternehmen, die allesamt an der Börse in Toronto gelistet sind: Athabasca Nuclear, Skyharbour Resources, Noka Resources und Lucky Strike Resources. Jedes der Unternehmen hat die Option, 25% des Projektes zu besitzen, in dem abgesprochene Zahlungen, in Bar oder Aktien, und Explorationsausgaben über einen Zeitraum von zwei Jahren gemacht werden. Insgesamt sollen 6 Mio. US-Dollar investiert werden, 1 Mio. US-Dollar davon bis Ende 2013.

Die Aktie von Nexgen Energy hat in den letzten 2 Monaten, nach einer imposanten Rallye knapp 50% eingebüßt. Erste Bohrergebnisse waren gut, aber nicht so gut wie vom Markt erwartet. Im Winter sollen zwei Ziele bebohrt werden, die einen direkten Treffer liefern könnten.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 47

Bild: Western Athabasca Syndicate
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