Montag , 25 Mai 2020

Krieg an den Märkten

Liebe Leser!

Es herrscht Krieg an den Märkten – ein Meinungskrieg. Etliche Analysten und Medien geben vor, genau zu wissen, wie es an den Märkten weitergeht. Zum Malen werden meist nur die Farben Schwarz und Weiß benutzt, überwiegend wird zum Einstieg in Aktien geraten. Das bringt mehr Aufmerksamkeit und mehr Klicks. Dabei ist in solchen Phasen Vorsicht geboten. Denn wie es weitergeht, weiß niemand ganz genau.

Für Privatanleger heißt das: Ruhe bewahren und das Pulver trocken halten. Wie wir in den vergangenen Wochen bereits mehrfach geschrieben haben: man sollte mit einem Teil seines Geldes investiert sein, ein Teil sollte am Rand geparkt werden. Dann kann man flexibel auf neue Situationen an den Märkten reagieren. Und wichtig: Behalten Sie das „Big Picture“ im Auge.

Sind wir schon am Peak?

Hierzu passt eine aktuelle Studie der Deutschen Bank. Die Analysten Jim Reid, Nick Burns und Seb Baker haben in ihrer „Long-Term Asset Return Study“ einen ganz langfristigen Ansatz gewählt und Daten der vergangenen zwei Jahrhunderte für Anleihen, Aktien und Immobilien in 15 Ländern zusammengetragen. Ihr Fazit: Nach sechs Jahren des massiven Eingreifens der Notenbanken sind die Bewertungen so hoch wie nie zuvor im betrachteten Zeitraum. Man sei sehr nah am „Peak“.

Die entscheidende Frage sei nun, was eine großen Absturz auslösen könnte. Wir würden mal auf eine Kehrtwende in der Politik der Notenbanken tippen. Die mit Spannung erwartete Sitzung der Federal Reserve steht ja demnächst an. Sollten tatsächlich die Zinsen erhöht werden, könnte das ein möglicher Wendepunkt sein. Angesichts der mittelmäßigen Verfassung der US-Wirtschaft und vieler globaler Probleme können wir uns diesen Schritt der Fed aber nicht vorstellen. Eine Zinserhöhung würde einen weiteren Anstieg des US-Dollar bewirken, der jetzt schon Volkswirtschaften der Schwellenländer extrem belastet. Da reicht ein Blick nach Brasilien, Thailand oder in die Türkei.

Gute Börsengeschäfte und angenehme Tage!

Ihre Redaktion vom Investor Magazin

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Bild: pixabay / geralt

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