Mittwoch , 26 Juni 2019
Aktie der Woche: St. Andrew Goldfields – Besser, billiger und mit Perspektive

Aktie der Woche: St. Andrew Goldfields – Besser, billiger und mit Perspektive

Leser, die uns schon länger treu sind, kennen unsere heutige Aktie der Woche bereits: St. Andrew Goldfields. Im April 2014 hatten wir Ihnen das Unternehmen in Ausgabe 73 bereits ausführlich vorgestellt. Da wir mit Stoppkursen arbeiten, um uns vor Totalverlusten zu schützen, sind wir bei dem Titel im März diesen Jahres ausgestoppt worden. Grund für den Kursverfall war der Ausstieg eines Großinvestors, der seine Aktien ohne Limit in den Markt schmiss. Von dem Tief Ende März schoss die Aktie dann allerdings in die Höhe und verdoppelte sich fast. Heute liegt sie wieder auf unserem damaligen Einstandsniveau und ist nicht nur deshalb einen erneuten Blick wert.

Investoren im Rohstoffbereich müssen geduldig sein

Unsere Argumente für einen Kauf von damals haben weiter Bestand. Einer der Hauptgründe war der nahende Produktionsstart vom Teilprojekt Taylor. Ursprünglich sollte hier bereits Anfang des Jahres mit der Produktion begonnen werden. Doch wie so üblich in der Branche kam es zu Verzögerungen. St. Andrew wartet derzeit auf die finale Genehmigung des Minenerschließungsplanes durch die Provinz. Wir rechnen damit, dass diese noch in diesem Jahr erteilt wird und Taylor bereits in Kürze die kommerzielle Produktion aufnehmen kann. Das Unternehmen geht davon aus, dass Taylor noch 2015 zwischen 10.000 und 12.000 Unzen zum Produktionsmix beisteuern könnte. Sollte dies geschafft werden, dürfte St. Andrews dieses Jahr die magische 100.000 Unzen Marke knacken.

Produktionsguidance bekräftigt

Mit Vorlage der Finanzergebnisse für das zweite Quartal bekräftigte das Management um CEO Duncan Middlemass die ausgegebene Produktionsguidance von 85.000 bis 95.000 Unzen Gold für 2015. Er fügte jedoch hinzu, dass man am oberen Ende der Spanne ankommen werde. Die Produktion von Taylor ist hier noch nicht eingeschlossen und soll auch erst hinzuaddiert werden, wenn der kommerzielle Produktionsstart kurz bevor steht. Mackie Research-Analyt Peter Campbell geht für 2016 von einer Jahresproduktion von über 140.000 Unzen Gold aus. Spätestens 2016 wird St. Andrew zum Übernahmeziel oder Fusionspartner.

Produktionskosten unter Kontrolle

Auch auf der Kostenseite läuft es derzeit rund für die Kanadier. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Produktionskosten deutlich gesenkt werden. Während man bei der Produktion sich am oberen Ende der Guidance bewegt, wird St. Andrew bei den Kosten am unteren Ende landen. Die Guidance für die Cashkosten (ohne Royalties) liegt zwischen 750 und 800 US-Dollar. Im zweiten Quartal lagen die Cashkosten tatsächlich bei 641 US-Dollar je produzierter Unze Gold. Die All-In Kosten lagen im Q2 übrigens bei 966 US-Dollar. Seit unserer Erstvorstellung hat sich ein weiterer Kaufgrund aufgetan. Sämtliche Produktionskosten fallen in kanadischen Dollar an. Das produzierte Gold wird allerdings in US-Dollar verkauft. Seit Juli 2014 hat der jedoch Loonie rund 20% gegenüber dem Greenback verloren und sorgt so für zusätzliche Forex-Gewinne. Und ganz wichtig: St. Andrew ist schuldenfrei und sitzt auf 25Mio. CAD an Cash.

Neubewertung durch Taylor

Spätestens ab dem kommerziellen Produktionsstart von Taylor ist eine Neubewertung Pflicht. St. Andrew ist bisher unter dem Radar der Anleger geflogen und relativ unbekannt. Dies könnte sich mit durchbrechen der 100.000 Unzen Marke schlagartig ändern. Da St. Andrew in den vergangenen Jahren keine Finanzierung durchführen musste, hielt sich das Interesse der Banken in Grenzen. Obwohl die Researchabteilungen unabhängig von der Investmentbanking-Seite sein sollen, gibt es Analysen nur noch, wenn anderweitig Gebühren in Rechnung gestellt werden können – leider. Lediglich Mackie bricht mit dem Trend und gibt ein Kursziel von 0,60 CAD aus.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 136

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Bild: St. Andrew Goldfields
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