Sonntag , 27 Oktober 2019
Aktie der Woche: Lake Shore Gold – Wachstum, Cash Flow und Performance

Aktie der Woche: Lake Shore Gold – Wachstum, Cash Flow und Performance

Zugegeben, die heutige Überschrift haben wir uns aus der aktuellen Unternehmenspräsentation geborgt. Doch sie passt bei Lake Shore Gold wie die Faust aufs Auge. Wie Sie ja bereits wissen, waren wir für Sie letzte Woche auf der weltgrößten Miningmesse, der PDAC, in Toronto vor Ort. Wir nutzten den Besuch um uns auch mit ehemaligen Empfehlungswerten zu treffen und ein Update zu bekommen. Viele unserer Empfehlungswerte sind in den letzten Monaten auf Grund der Marktverwerfungen, insbesondere beim Gold- und Silberpreis, nicht aber aus eigenem Verschulden, ausgestoppt worden. Einige Werte stehen sogar deutlich besser da als zum Zeitpunkt unserer Empfehlung. Bei Gelegenheit wollen wir auf diese Werte zurückkommen. Heute wollen wir uns nochmal mit Lake Shore Gold befassen.

Produktion überzeugt abermals

Ende Oktober stellten wir Ihnen in Ausgabe 97 den kanadischen Goldproduzenten erstmals vor. Hauptgründe für unsere Empfehlung waren damals das kontinuierliche Erreichen und Übertreffen der eigenen Produktionsziele sowie das organische Wachstum. Wir spekulierten zudem darauf, dass Lake Shore die eigene Produktionsguidance von 180.000 Unzen 2014 schlagen dürfte. Wir sollten Recht behalten. Denn Anfang Januar meldete man eine erneute Rekordproduktion von 185.600 Unzen Gold. Auch auf Kostenseite konnte das Unternehmen überzeugen. Vorläufige Zahlen für 2014 sehen die Cashkosten je produzierter Unze Gold bei 595 US-Dollar, die All-In Sustainingkosten sollen rund 875 US-Dollar betragen haben. Beide Kennziffern liegen damit deutlich unter der eigenen Guidance von 675 bis 775 US-Dollar beziehungsweise 950 bis 1.050 US-Dollar. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2014 wird das Unternehmen in den nächsten Wochen vorlegen.

Aktien-Performance ist nicht immer beeinflussbar

Dass die Aktienperformance nicht nur von der operativen Leistungsfähigkeit des Unternehmens abhängt, haben wir bei Lake Shore sehen können. Auf Grund von Umschichtungen im Portfolio des von van Eck gemanagten GDXJ-Index geriet die Aktie im Dezember deutlich unter Druck (wir haben den Zeitpunkt im Chart für sie markiert). Der Index war mit 60 Mio. Aktien zeitweise größter Aktionär der Kanadier und reduzierte im letzten Monat des abgelaufenen Kalenderjahres um rund die Hälfte. In Anbetracht der Tatsache, dass der Markt 30 Mio. Aktien aufsaugen musste, hat sich der Titel (0,92 CAD; CA5107281084) ordentlich gehalten und konnte sogar ab diesem Zeitpunkt eine Rallye starten, die erst in den letzten Tagen ein jähes Ende fand und die Tür für einen Einstieg öffnet.

Organisches Wachstum durch Exploration

2014 bohrte das Unternehmen 20.000m. Dieses Jahr sollen es 120.000m sein. Ziel des 18 Mio. CAD teuren Explorationsprogrammes ist es, nicht nur die Reserven zu vergrößern, sondern die Definierung einer komplett neuen Ressource (144 Zone), die bereits 2017 in Produktion gebracht werden soll. Des Weiteren will Lake Shore beweisen, dass die Mine auf Timmins West alles andere als am Auslaufen ist. Ende März soll eine neue Ressourcenkalkulation vorgelegt werden, die mindestens die in 2014 abgebauten Reserven ersetzen soll. Das Management will beweisen, dass die Mine noch ein langes Minenleben vor sich hat. Gelingt das, dürfte auch die Analystengilde zufrieden sein.

Komplett Cash Flow-positiv in 2016?

Derzeit verfügt Lake Shore über 70 Mio. CAD in Barmitteln. Diesen stehen Schulden in Form einer an der Börse gehandelten Wandelanleihe in Höhe von 103,5 Mio. CAD mit einem Kupon von 6,25% gegenüber. Ohne negative Überraschungen besteht die Möglichkeit, dass bereits Ende 2015 die Anleihe zurückgezahlt werden könnte. Ein Grund für die Finanzkraft ist der starke US bzw. der schwache kanadische Dollar. Lake Shore ist ausschließlich in Kanada aktiv und kalkuliert offiziell mit einem Umrechnungskurs von 0,90 USD zu 1 CAD. Aktueller Kurs: 0,79 US-Dollar.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 113

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Bild: Lake Shore Gold
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