Sonntag , 27 Oktober 2019
Konferenzberichte: Precious Metals Summit & Edelmetallmesse München – Gold, Silber, Kupfer, Zink, Nickel, Barrick Gold

Konferenzberichte: Precious Metals Summit & Edelmetallmesse München – Gold, Silber, Kupfer, Zink, Nickel, Barrick Gold

Ausstellerschwund in Zürich und München
Ideal um in Ruhe zu investieren

Follower unserer Aktivitäten auf Facebook wissen bereits, dass wir vergangene Woche für Sie auf diversen Konferenzen im In- und Ausland unterwegs waren. Dabei mussten wir feststellen, dass das Investoreninteresse – egal ob in Zürich auf dem Precious Metals Summit oder in München auf der Edelmetallmesse – abermals rückläufig war. Auch auf Unternehmensseite hat die mittlerweile vier Jahre andauernde Baisse deutliche Spuren hinterlassen. So stellten sich im edlen Züricher Park Hyatt Hotel nur noch 33 Unternehmen den interessierten Anlegern vor. 2014 konnten wir noch 50 Unternehmen zählen.

Außerdem sparen die Firmen derzeit an allen Ecken und Enden und entsendeten teils nur noch einen Vertreter an die Limmat. So war es dieses Jahr merklich ruhiger in den Fluren. Ein Vorteil ergibt sich dennoch: man konnte deutlich mehr Zeit mit den Firmenvertretern verbringen und hatte außerdem die Gelegenheit, sich mit Investoren aus dem In- und Ausland intensiver auszutauschen.

Format mit Zukunft

Vor wenigen Wochen auf dem Precious Metals Summit in Beaver Creek war es uns wichtig, vor allem Updates von unseren Empfehlungswerten zu erhalten. Letzte Woche haben wir uns allerdings darauf konzentriert, gänzlich neue, uns weitestgehend unbekannte Firmen zu treffen. Unser Ziel dabei war es, Unternehmen beziehungsweise Aktien zu identifizieren, die bislang wenig Aufmerksamkeit von Investorenseite erhalten haben, aber dennoch eine interessante Story aufweisen.

Ein Grund, warum wir den Precious Metals Summit schätzen, ist das Format der Veranstaltung. So besteht die Möglichkeit bereits im Vorfeld Termine mit den Unternehmen zu vereinbaren. Die jeweils 30-Minuten dauernden Treffen werden in Form von Einzelgesprächen durchgeführt, während im Hintergrund ein Countdown mitläuft, der zur Einhaltung der knappen Zeit mahnt. Wir vereinbarten bereits vorab rund 15 Termine und eilten fast den ganzen Tag von Meeting zu Meeting. Wir hatten daher kaum Gelegenheit, uns die einzelnen Unternehmenspräsentationen, die gleichzeitig zu den Einzelterminen stattfanden, anzuschauen. Dies werden wir die Tage allerdings nachholen, da die Veranstalter diese interessierten Anlegern kostenlos online zur Verfügung stellt. Wie wir von Investoren vor Ort erfahren konnten, soll vor allem die Keynote-Rede von Fondmanager Ronald Stöferle interessant sein.

Unsere Termine mit den einzelnen Unternehmen lassen sich ansonsten in einem Wort zusammenfassen: durchwachsen. Lediglich 2-3 Unternehmen haben es auf unsere Watchlist geschafft (u.a. Oban Mining und Atlantic Gold). Mindestens genau so viele sind allerdings auch aus diversen Gründen auf unserer „Don‘t touch“-Liste gelandet (u.a. Shanta Gold). In den kommenden Ausgaben werden wir sicherlich auf das ein oder andere Unternehmen, dass wir in Zürich trafen, noch näher eingehen.

Edelmetallmesse: Positive Überraschung

Die jährliche Messe in München hatte es dieses Jahr doppelt schwer. Der Umzug in neue Örtlichkeiten (MVG-Museum) und ein abermaliger Ausstellerrückgang hatten uns im Vorfeld das schlimmste befürchten lassen.

Im Vergleich zur Konferenz in Zürich, an der fast ausschließlich Fondsmanager und Vermögensverwalter teilnehmen, liegt der Fokus in München ganz klar auf dem sogenannten Retailanleger. Zwar fanden nur 36 Rohstoffunternehmen den Weg an die Isar, doch diese waren, wie auch wir, von der Besucherzahl positiv überrascht und begeistert.

Angezogen von einer Vielzahl an Vorträgen, u.a. von Willem Middelkoop, Buchautor und Fondsmanger, oder Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank, war die Veranstaltung an beiden Tagen entsprechend gut besucht. Wie jedes Jahr wurden auch diesmal die Stände der Bullionhändler regelrecht umlagert.

Das Interesse an Edelmetallen und der Branche ist weiterhin existent, wenn auch derzeit keine Euphorie herrscht. Auch wenn der ein oder andere im Zuge einer möglichen Zinserhöhung der FED in den USA vorsichtig agiert und einen Goldpreis von unter 1.000 US-Dollar je Unze erwartet, war vorsichtiger Optimismus dahingehend zu spüren, dass die Anleger allmählich Licht am Ende des Bärenmarkttunnels sehen.

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Bild: Investor Magazin

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