Samstag , 17 August 2019
Messeberichte Teil 2 – Orvana Minerals, Blackheath Resources, Prairie Mining

Messeberichte Teil 2 – Orvana Minerals, Blackheath Resources, Prairie Mining

HIER GEHTS ZU TEIL 1

 

Vorstände zuversichtlicher als der Markt vermuten lässt

 

Doch nicht alle Unternehmensvertreter schlenderten mit einem Pfeifen auf den Lippen durch das Züricher Park Hyatt Hotel. So musste zum Beispiel Orvana Minerals CEO Michael Winship während seiner Präsentation einräumen, dass rund 75% seiner Produktion aktuell negativen Cashflow produziert. Die Kosten je produzierter Unze Gold auf dem Hauptprojekt in Spanien gab er mit rund 1.160 US-Dollar an. Hinzu kommt, dass die Grade derzeit sinken und somit die Wirtschaftlichkeit weiter in Frage steht.

Auf der Edelmetallmesse in München nutzten wir die Chance, um uns mit Jim Robertson von Blackheath Resources zu unterhalten. Um die Kanadier mit den Wolframprojekten in Portugal war es relativ ruhig in den letzten Monaten. Roberston erzählte uns, dass man aktuell mit Hochdruck an einer ersten Ressourcenschätzung für das Projekt Borralha arbeitet. Ziel sei es, eine Ressource auszuweisen, die groß genug sei, um einen strategischen Partner für die Entwicklung des Projektes zu gewinnen. Robertson versicherte uns, dass beide Ziele in greifbarer Nähe seien. Auch auf Finanzierungsseite würde es wohl bald Erfolge zu vermelden geben. Robertson konnte uns zwar keine Details nennen, doch unternehmensnahe Marktteilnehmer gehen davon aus, dass Investoren aus Asien Interesse zeigen und nicht abgeneigt seien, einen Aufschlag auf den aktuellen Kurs zu zahlen. Ob an diesen Spekulationen etwas dran ist, werden wir in den nächsten Wochen sehen.

Ebenfalls in München mit einem Stand vertreten war unser Empfehlungswert Prairie Mining. Wir wollten von CEO Ben Stoikovich wissen, ob es Neuigkeiten vom Nachbarn Bogdanka zu vermelden gibt. Wir berichteten, dass Bogdanka eines der Projektgebiete von Prairie benötigt, um die Produktion in der Zukunft aufrecht zu erhalten. Der polnische Kohleproduzent hatte die Regierung in Warschau angerufen, die Liegenschaft direkt zu übertragen, doch dies wies das zuständige Ministerium ab. Bogdanka befindet sich aktuell in Berufung. Doch Stoikovich geht davon aus, dass auch dieses Mal die Forderung abgewiesen wird. Eine Entscheidung stehe wohl unmittelbar bevor. Operativ arbeite man weiter daran, die Liegenschaft in Richtung Produktion zu entwickeln. Ein entscheidendes Puzzleteil hierbei ist die Hinzunahme eines größeren Partners, der Teile der Finanzierung stemmen könnte. Hier sollen die Verhandlungen schon weit vorangeschritten sein. Womöglich könnte Prairie Mining noch vor Weihnachten Vollzug melden. Die Vorstellung eines starken Partners würde übrigens den Druck auf Bogdanka erhöhen, ein Übernahmeangebot abzugeben. Denn Prairie zeigt damit sehr deutlich, dass man durchaus gewillt ist, das Projekt selbst zu entwickeln. Wie bei Blackheath werden auch bei Prairie die nächsten Wochen mehr Klarheit bringen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Veranstaltungen insgesamt kleiner ausgefallen sind, als noch in den Jahren zuvor. Aber: sie waren nicht unbedingt schlechter besucht. In München dürfte die Zahl der Besucher zumindest auf Vorjahresniveau gelegen haben. Weiter mussten wir feststellen, dass viele CEOs ihre zweite Garde an den Start schickten, um die Investoren auf den neuesten Stand zu bringen. Dies ist bedauerlich. Gerade in schwierigen Marktzeiten sollte man als Vorstand das Gesicht des Unternehmens sein und den Mut haben, den Investoren gegenüberzutreten. Ein CEO in Zürich ließ sich plump mit der Ausrede entschuldigen, dass er aktuell keine Lust habe, mit Investoren zu sprechen. Wir sind uns sicher, dass sein Unternehmen sicher nicht ganz oben auf der Liste stehen wird, sollte der Markt demnächst drehen.

Zu guter Letzt nutzten wir die Gelegenheit während unserer Einzelgespräche auf dem Precious Metals Summit nachzufragen, wo die Vorstände den Gold- und Silberpreis Mitte nächsten Jahres (Stichtag: 30.06.2015) sehen. Das Ergebnis deckt sich mit den Einschätzungen der Analystengilde, Gold wird weiter in einer Handelsspanne gefangen sein, während Silber Gold hinterherlaufen wird. Alle Befragten wiesen übrigens darauf hin, dass alle Angaben ohne Gewähr seien.

Gold-Silver-Forecast-Nov2014

Gold- und Silberpreisprognosen zum 30.06.2015 – Angaben ohne Gewähr – Quelle: Investor Magazin

 

 

 

HIER GEHTS ZU TEIL 1

ABONNIEREN SIE KOSTENLOS DAS INVESTOR MAGAZIN

Nach oben scrollen